Sonntagstrend: AfD bei 28 Prozent
Die Werte sind eindeutig: Die AfD knackt im aktuellen „Sonntagstrend“ des Meinungsforschungsinstituts Insa die Marke von 28 Prozent. Das ist ein Zuwachs von einem Prozentpunkt im Vergleich zur Vorwoche und markiert einen neuen Höchststand für die Partei in den Erhebungen wichtiger Meinungsforschungsinstitute.
Die Union verharrt derweil bei 24 Prozent. Damit baut die AfD ihren Vorsprung auf die Christdemokraten auf nunmehr vier Prozentpunkte aus.
Schwache Werte für Koalitionsparteien
Die Grünen verbuchen einen Verlust und sacken auf 12 Prozent ab. Die SPD hält sich unverändert bei 14 Prozent, während die Linken bei 11 Prozent verharren. Sowohl das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) als auch die FDP kommen jeweils nur auf 3 Prozent und verpassen damit den Einzug ins Parlament.
Die übrigen Parteien vereinen 5 Prozent der Stimmen auf sich. Insgesamt würden damit 11 Prozent der Wählerstimmen an Parteien gehen, die an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.
Regierungsbildung wird komplexer
Die politischen Koalitionsoptionen rücken angesichts der Verschiebungen in den Fokus. Um rechnerisch eine parlamentarische Mehrheit zu erzielen, wäre unter den aktuellen Bedingungen eine Zustimmung von 45 Prozent erforderlich. Sollte die AfD weiterhin als Koalitionspartner ausgeschlossen bleiben, wären Dreierbündnisse die einzige Option für regierungsfähige Mehrheiten.
Eine Konstellation aus Union, SPD und Grünen würde derzeit auf 50 Prozent kommen. Union, SPD und Linke zusammen würden auf 49 Prozent kommen. In beiden Fällen würden die Grünen oder die Linke einzeln mehr Stimmen auf sich vereinen als die Union.
Die Befragung für den Sonntagstrend wurde zwischen dem 20. und 24. April 2026 von Insa durchgeführt. 1.203 Personen wurden dazu befragt, wie sie wählen würden, wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre.
