Preise sinken weniger als erhofft

ADAC: Tankrabatt sorgt nicht für volle Entlastung

ADAC: Tankrabatt sorgt nicht für volle Entlastung

Tankstellen in Deutschland (Archivbild).

Der angekündigte Tankrabatt auf Kraftstoffe bleibt hinter den Erwartungen zurück. Laut ADAC kommt die Steuersenkung von rund 16,7 Cent brutto pro Liter bei den Verbrauchern nur zur Hälfte an. Statt der erwarteten vollen Entlastung verzeichnet der Automobilclub nur eine Reduzierung von etwa 14 Cent. Der Verband fordert eine vollständige Weitergabe der Steuersenkung.

Weniger Cent an der Zapfsäule

Seit dem 1. Mai sollten die Preise an deutschen Tankstellen spürbar sinken. Ursprünglich war eine Entlastung um etwa 16,7 Cent brutto pro Liter geplant, da die Energiesteuer auf Kraftstoffe reduziert wurde. Doch die Realität an den Zapfsäulen sieht anders aus. Der ADAC hat die Preisentwicklung genau beobachtet und festgestellt, dass die Verbraucher tatsächlich nur eine Reduzierung von rund 14 Cent pro Liter erfuhren.

Super E10 und Diesel unter dem Soll

Konkret bedeutete dies am 1. Mai für Super E10 eine Preisminderung von 13,7 Cent auf dann 1,989 Euro pro Liter. Diesel-Fahrer profitierten immerhin von 13,6 Cent weniger, der Liter kostete nun 2,063 Euro. Aus Sicht des ADAC ist das zu wenig. Die Steuersenkung müsse vollumfänglich an die Autofahrer weitergegeben werden, so die klare Forderung.

Ölpreis sinkt, Preise nicht

Zusätzlichen Spielraum für Preissenkungen hätte es eigentlich geben müssen. Der Ölpreis ist seit den Höchstständen Ende April gesunken. Diesen Rückgang an den globalen Märkten haben die Mineralölkonzerne offenbar nur teilweise an die heimischen Tankstellen weitergereicht. Der ADAC sieht hierin einen klaren Anlass zur Prüfung.

Österreich-Modell verschärft die Lage?

Befeuert wird die Preisdiskussion durch die Einführung des sogenannten Österreich-Modells am 1. April. Dieses gesteht den Mineralölfirmen zu, Preise nur einmal täglich um 12 Uhr anheben zu dürfen. Preissenkungen sind hingegen jederzeit möglich. Kritiker bemängeln, dass diese Regelung Preiserhöhungen kurz vor dem Stichtag begünstige. Seit Beginn des Iran-Konflikts im März waren die Preise für Benzin und Diesel ohnehin stark gestiegen, mit immer neuen Rekorden beim Dieselpreis.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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