Mehr als 8.000 betroffen

Abgeschobene wegen Kleinigkeiten: Tausende Deutsche Ausweisungen 2025

Abgeschobene wegen Kleinigkeiten: Tausende Deutsche Ausweisungen 2025
Foto: Ein Polizeihubschrauber über einer Stadt (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Im vergangenen Jahr verloren mehr als 8.000 Ausländer in Deutschland ihr Aufenthaltsrecht. Die Mehrzahl der betroffenen Personen waren Männer, vor allem aus Georgien, Albanien und der Türkei.

Mehr Ausweisungen als im Vorjahr

Laut Ausländerzentralregister wurden 2025 insgesamt 8.232 Menschen die Aufenthaltsberechtigung entzogen. Dies sind 1.045 weniger als im Vorjahr, als die Ampel-Koalition noch an der Macht war und 9.277 Ausweisungsverfügungen ergingen. 2024 waren Ausländer aus Albanien (923), Georgien (740) und der Türkei (701) am häufigsten betroffen.

Strafe für Bagatellen

Eine Ausweisung beendet den rechtmäßigen Aufenthalt und löst eine Ausreisepflicht aus. Wie viele dieser Verfügungen tatsächlich zu Abschiebungen führten, konnte die Bundesregierung nicht eindeutig beziffern. Die Linken-Abgeordnete Clara Bünger kritisiert, dass das Ausweisungsrecht in den letzten Jahren verschärft wurde, sodass bereits geringfügige Taten zur Ausweisung führen können. Dies seien schwere Eingriffe in Grundrechte.

Auch Minderjährige betroffen

Besonders alarmierend findet Bünger, dass regelmäßig auch Minderjährige ausgewiesen werden, darunter sogar strafunmündige Kinder. Im Jahr 2025 waren 43 Minderjährige von Ausweisungen betroffen, davon 24 jünger als 14 Jahre und 19 im Alter von 14 bis 17 Jahren.