Mehr Ausweisungen als im Vorjahr
Laut Ausländerzentralregister wurden 2025 insgesamt 8.232 Menschen die Aufenthaltsberechtigung entzogen. Dies sind 1.045 weniger als im Vorjahr, als die Ampel-Koalition noch an der Macht war und 9.277 Ausweisungsverfügungen ergingen. 2024 waren Ausländer aus Albanien (923), Georgien (740) und der Türkei (701) am häufigsten betroffen.
Strafe für Bagatellen
Eine Ausweisung beendet den rechtmäßigen Aufenthalt und löst eine Ausreisepflicht aus. Wie viele dieser Verfügungen tatsächlich zu Abschiebungen führten, konnte die Bundesregierung nicht eindeutig beziffern. Die Linken-Abgeordnete Clara Bünger kritisiert, dass das Ausweisungsrecht in den letzten Jahren verschärft wurde, sodass bereits geringfügige Taten zur Ausweisung führen können. Dies seien schwere Eingriffe in Grundrechte.
Auch Minderjährige betroffen
Besonders alarmierend findet Bünger, dass regelmäßig auch Minderjährige ausgewiesen werden, darunter sogar strafunmündige Kinder. Im Jahr 2025 waren 43 Minderjährige von Ausweisungen betroffen, davon 24 jünger als 14 Jahre und 19 im Alter von 14 bis 17 Jahren.

