Wann läuft „Tatort: Was ihr nicht seht“ heute?
Das Erste zeigt den Dresdner „Tatort: Was ihr nicht seht“ am heutigen Sonntag, 2. August 2026, um 20.15 Uhr. Der Film endet planmäßig um 21.45 Uhr. Es handelt sich um eine Wiederholung des Fernsehfilms aus dem Jahr 2023. Die Ausstrahlung wird mit Untertiteln, Audiodeskription und Deutscher Gebärdensprache angeboten.
Der Krimi ist außerdem in der ARD Mediathek abrufbar. Dort kann die Folge unabhängig vom heutigen Fernsehsendetermin angesehen werden.
Darum geht es im Dresdner „Tatort“
Sarah Monet erwacht orientierungslos und mit einem Messer in der Hand neben ihrem erstochenen Freund. Als Kommissarin Leonie Winkler am Tatort eintrifft, erkennt sie in der Tatverdächtigen eine frühere Schulfreundin.
Zunächst scheint der Fall eindeutig zu sein. Die Spuren deuten auf eine Beziehungstat hin. Sarah hatte offenbar Alkohol getrunken und kann sich an die entscheidenden Stunden nicht erinnern. Auch die Frage, ob sie möglicherweise in Notwehr gehandelt hat, steht im Raum.

ARD/MDR TATORT: WAS IHR NICHT SEHT, am Sonntag (02.08.26) um 20:15 Uhr im ERSTEN. Sarah Monet (Deniz Orta) besucht noch einmal den Club aus der Tatnacht, in der Hoffnung sich an etwas zu erinnern. © MDR/MadeFor/Marcus Glahn, honorarfrei – Verwendung gemäß der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit genannter MDR-Sendung bei Nennung „Bild: MDR/MadeFor/Marcus Glahn“ (S2+). MDR/HA Kommunikation, 04360 Leipzig, Tel: (0341) 300 6477 oder – 6463
Leonie Winkler möchte ihrer Freundin helfen. Ihr Vorgesetzter Peter Michael Schnabel zieht sie jedoch wegen möglicher Befangenheit von den offiziellen Ermittlungen ab. Winkler akzeptiert diese Entscheidung nur widerwillig und beginnt, auf eigene Faust nach Antworten zu suchen.
Der Nachweis von K.-o.-Tropfen verändert alles
Die entscheidende Wendung folgt durch die forensische Untersuchung: In Sarahs Blut werden K.-o.-Tropfen nachgewiesen. Damit erscheint die Schreckensnacht in einem völlig neuen Licht.
Karin Gorniak und Leonie Winkler versuchen nun herauszufinden, was tatsächlich geschehen ist. Sarah wird von rätselhaften Flashbacks verfolgt. Ihre Erinnerungen scheinen langsam zurückzukehren, bleiben jedoch bruchstückhaft und schwer einzuordnen.
Gleichzeitig entdecken die Ermittlerinnen Hinweise auf ein wiederkehrendes Vorgehen. Ein Täter soll die Schlüssel seiner Opfer entwenden, Kopien anfertigen und sich später Zugang zu ihren Wohnungen verschaffen. Dort betäubt er die Frauen mit K.-o.-Tropfen.
Als Sarah plötzlich verschwindet, beginnt für das Dresdner Team ein Wettlauf gegen die Zeit.
Leonie Winkler ermittelt trotz Befangenheit weiter
Für Leonie Winkler ist der Fall mehr als ein gewöhnlicher Mordauftrag. Sie kennt Sarah aus ihrer Vergangenheit und ist überzeugt, dass hinter der scheinbar klaren Beweislage eine andere Wahrheit steckt.
Ihre persönliche Verbindung zur Verdächtigen bringt jedoch Probleme mit sich. Schnabel muss darauf achten, dass die Ermittlungen rechtlich sauber bleiben. Winkler wiederum empfindet den Ausschluss als Hindernis bei der Suche nach der Wahrheit.
Dadurch entsteht ein Konflikt zwischen persönlicher Loyalität und professioneller Distanz. Während Karin Gorniak offiziell weiterermittelt, kann Winkler den Fall nicht loslassen.
Auch in „Tatort: Katz und Maus“ gerät das Dresdner Team in eine Ausnahmesituation. Dort führen Wahnvorstellungen, Verschwörungserzählungen und persönliche Verzweiflung zu einer gefährlichen Eskalation.

ARD/MDR TATORT: WAS IHR NICHT SEHT, am Sonntag (02.08.26) um 20:15 Uhr im ERSTEN. Dr. Jonathan Himpe (Ron Helbig) untersucht den Tatort um David Konradt (Frederik Bechtle) © MDR/MadeFor/Hardy Spitz, honorarfrei – Verwendung gemäß der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit genannter MDR-Sendung bei Nennung „Bild: MDR/MadeFor/Hardy Spitz“ (S2+). MDR/HA Kommunikation, 04360 Leipzig, Tel: (0341) 300 6477 oder – 6463
Ein bedrückender Fall über sexualisierte Gewalt
„Was ihr nicht seht“ behandelt den Einsatz von K.-o.-Tropfen und sexualisierte Gewalt nicht nur als Mittel für einen klassischen Kriminalfall. Im Mittelpunkt stehen ebenso die Folgen für die Betroffenen.
Sarah kann ihrer eigenen Erinnerung nicht vertrauen. Sie weiß nicht, was in der Nacht geschah und welche ihrer Bilder real sind. Zugleich wird sie zunächst als mögliche Täterin betrachtet, obwohl sie selbst Opfer eines Verbrechens geworden sein könnte.
Der Film zeigt damit, wie schwer solche Taten aufzuklären sein können. Fehlende Erinnerungen, zunächst unklare Spuren und die Scham oder Verunsicherung der Betroffenen erschweren die Ermittlungen.
Die Folge ist deshalb keine leichte Sonntagabend-Unterhaltung. Zuschauerinnen und Zuschauer sollten sich auf einen psychologisch intensiven und stellenweise belastenden Krimi einstellen.
Wer spielt in „Was ihr nicht seht“ mit?
Karin Hanczewski ist als Kommissarin Karin Gorniak zu sehen. Cornelia Gröschel spielt Leonie Winkler, Martin Brambach ihren Vorgesetzten Peter Michael Schnabel.
Die wichtigsten Rollen:
- Karin Gorniak: Karin Hanczewski
- Leonie Winkler: Cornelia Gröschel
- Peter Michael Schnabel: Martin Brambach
- Sarah Monet: Deniz Orta
- Philipp Laupheimer: Yassin Trabelsi
- Dr. Himpe: Ron Helbig
- Jakob Klasen: Timur Isik
- Jan Oschatz: Felix Vogel
- Ärztin Antonia Sander: Cristin König
- Pia Schiffbauer: Muriel Wimmer
- Nina von Plotho: Zoe Valks
- Claudia Martin: Tatiana Nekrasov
- Barkeeper Nikias: Leopold Hornung
- Clubbesucher Nathan: Matthis Heinrich
- Junge Polizistin: Paula Vogel
Regie führte Lena Stahl. Das Drehbuch schrieb sie gemeinsam mit Peter Dommaschk und Ralf Leuther. Kaspar Kaven verantwortete die Kamera. Die Musik stammt von Florian Kreier, Sebastian Pille und Cico Beck.
Ist der „Tatort“ heute eine neue Folge?
Nein. „Was ihr nicht seht“ wurde erstmals am 5. November 2023 ausgestrahlt. Der MDR produzierte den Film als 1249. Episode der Krimireihe. Heute zeigt Das Erste eine Wiederholung.
Vorkenntnisse zu Karin Gorniak, Leonie Winkler und Peter Michael Schnabel sind nicht erforderlich. Die Handlung ist als eigenständiger Fall verständlich.
Wer weitere Fälle mit dem früheren Dresdner Ermittlerteam sehen möchte, findet bei insideBW auch einen ausführlichen Artikel zu „Tatort: Herz der Dunkelheit“. Darin wird Karin Gorniak mit einer tödlich endenden Abiparty und einer Mauer des Schweigens konfrontiert. Für Karin Hanczewski war es zugleich der letzte Einsatz in dieser Rolle.
Ein Krimi, der lange bei den Opfern bleibt
Der Film setzt zunächst weniger auf spektakuläre Verfolgungsjagden als auf Sarahs Unsicherheit. Die Zuschauer erleben, wie sie versucht, ihre Erinnerung zu ordnen und den Ereignissen der Nacht einen Sinn zu geben.
Gerade dadurch entsteht ein starkes Gefühl von Kontrollverlust. Sarah weiß nicht, wem sie vertrauen kann. Zugleich stehen die Ermittlerinnen unter Zeitdruck, weil sich Hinweise auf weitere Opfer verdichten.
Im späteren Verlauf verändert sich der Ton. Aus dem psychologischen Kriminaldrama entwickelt sich zunehmend ein Thriller. Dennoch bleibt Sarahs Perspektive ein entscheidender Bestandteil der Geschichte.
Wie unterscheidet sich der Fall vom neuen Dresdner Team?
„Was ihr nicht seht“ stammt noch aus der Phase mit Karin Gorniak und Leonie Winkler. Nach dem späteren Abschied von Karin Hanczewski wurde das Dresdner Team neu aufgestellt.
Im neueren „Tatort: Siebenschläfer“ ermittelt Leonie Winkler mit einer neuen Kollegin. Im Mittelpunkt steht dort der Tod eines Mädchens aus einem Jugendheim.
Für Zuschauer, die die Entwicklung des Dresdner „Tatorts“ verfolgen, ist „Was ihr nicht seht“ damit auch ein Rückblick auf die frühere Konstellation aus Gorniak, Winkler und Schnabel.
Lohnt sich das Einschalten?
„Was ihr nicht seht“ eignet sich für Zuschauer, die einen ernst erzählten und psychologisch geprägten Krimi suchen. Die Folge nimmt sich Zeit für Sarahs Perspektive und die Folgen ihrer Erinnerungslücken.
Besonders wirkungsvoll ist der Film dort, wo die scheinbar eindeutige Beweislage ins Wanken gerät. Die Geschichte zeigt, wie schnell ein Opfer unter Verdacht geraten kann und wie schwierig es ist, eine Tat ohne verlässliche Erinnerung zu rekonstruieren.
Das Thema ist jedoch belastend. Sexualisierte Gewalt, K.-o.-Tropfen und bedrohliche Situationen spielen eine zentrale Rolle. Wer auf solche Inhalte empfindlich reagiert, sollte dies vor dem Einschalten berücksichtigen.
Ausgezeichneter Dresdner „Tatort“
„Was ihr nicht seht“ wurde 2024 beim Deutschen FernsehKrimi-Festival ausgezeichnet. Der Film erhielt den Publikumspreis des Wiesbadener Kuriers. Zusätzlich wurde das gesamte Ensemble mit dem Sonderpreis des Festivals geehrt.
Die Auszeichnungen unterstreichen vor allem die starke Wirkung des Films beim Publikum und die geschlossene Leistung der Besetzung. Besonders die Darstellung der Verunsicherung, Erinnerungslücken und persönlichen Belastung der Figuren wurde damit gewürdigt.
„Tatort: Was ihr nicht seht“ heute im Überblick
- Sendetermin: Sonntag, 2. August 2026
- Beginn: 20.15 Uhr
- Ende: 21.45 Uhr
- Sender: Das Erste
- Produktionsjahr: 2023
- Ermittlungsort: Dresden
- Ermittlerinnen: Karin Gorniak und Leonie Winkler
- Vorgesetzter: Peter Michael Schnabel
- Regie: Lena Stahl
- Länge: rund 87 Minuten
- Ausstrahlung: Wiederholung
- Barrierefreie Angebote: Untertitel, Audiodeskription und Gebärdensprache
- Stream: ARD Mediathek





