Leitindex dreht nach kleinem Minus ins Plus

Dax holt Verluste auf – Skepsis bleibt

Frankfurter Börse, via dts Nachrichtenagentur

Der deutsche Leitindex Dax hat sich am Montagmittag von einem schwachen Handelsstart erholt und das Kursniveau vom Freitag zurückerobert. Anleger nutzten kleinere Kursrückgänge für Käufe, gestützt von Technologie- und defensiven Werten. Dennoch dämpfen Sorgen um die weltpolitische Lage und die Inflation die Marktstimmung.

Erholung am Markt

Nach einem verhaltenen Start in die Handelswoche hat der Dax am Montagmittag wieder Boden gut gemacht und das Niveau vom Vortag erreicht. Gegen 12:30 Uhr lag der Leitindex bei rund 23.975 Punkten, ein leichtes Plus von 0,1 Prozent. Zu den Gewinnern zählten die Deutsche Börse, RWE und Infineon, während Scout24, Heidelberg Materials und Volkswagen am Ende des Kurszettels notierten.

„Anleger kaufen heute unter 24.000 Punkten Schnäppchen und holen den Index nach den Eröffnungsverlusten wieder ins Plus“, erklärt Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. Er hebt hervor, dass insbesondere Technologietitel wie Infineon und SAP den Markt stützen. Auch die KI-Thematik spielt demnach über Aktien von Siemens und Siemens Energy eine Rolle.

Defensive Werte gefragt

Lipkow sieht zudem eine klare Präferenz für defensive Sektoren: „Finanz- und Versicherungstitel sind heute gefragt.“ Weniger Interesse zeigten Anleger hingegen für zyklische Branchen, insbesondere Automobilwerte.

Die allgemeine Marktstimmung bleibt laut dem Analysten von Skepsis geprägt. Sorge bereitet vor allem die Ungewissheit über eine baldige Deeskalation im Iran. „Die gestiegenen Energiepreise drücken weiter über die Inflationsentwicklung auf das Konsumverhalten und schüren Ängste vor einer anhaltenden Konjunkturschwäche in Deutschland“, so Lipkow.

Wirtschaftsdaten & Ölpreise

Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Montagnachmittag etwas fester und notierte bei 1,1635 US-Dollar. Der Ölpreis stieg indessen: Ein Fass der Nordseesorte Brent verteuerte sich bis gegen 12 Uhr deutscher Zeit um 0,9 Prozent auf 110,30 US-Dollar.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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