Deutlich mehr Ausweisungen als 2024
Mehr als 8.000 Menschen verloren im abgelaufenen Jahr ihren legalen Aufenthaltsstatus in Deutschland. Laut einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion waren 8.232 Personen betroffen. Dies stellt einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr dar, als noch 9.277 Ausweisungsverfügungen erlassen wurden.
Besonders stark zeigte sich die Zahl der Ausweisungen bei Personen aus Georgien (671), Albanien (661) und der Türkei (618). Diese Länder stellen auch 2024 die Spitzenreiter dar, wo Albanien (923), Georgien (740) und die Türkei (701) die höchsten Zahlen aufwiesen.
Besorgnis über Ausweisung von Minderjährigen
Die Linken-Abgeordnete Clara Bünger übt scharfe Kritik am Ausweisungsrecht. Sie erklärt, dass durch mehrfache Verschärfungen bereits geringfügige Vergehen zur Ausweisung führen könnten. Diese rigide Anwendung sei ein schwerwiegender Eingriff in die Grundrechte der Betroffenen.
Besonders alarmierend sei die Tatsache, dass auch Minderjährige, darunter sogar strafunmündige Kinder unter 14 Jahren, von Ausweisungen betroffen seien. Im Jahr 2025 waren 43 Minderjährige in diesem Prozess involviert, darunter 24 Kinder unter 14 Jahren und 19 Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren.
Eine Ausweisung bedeutet das Ende der Aufenthaltsgenehmigung und führt zu einer Ausreisepflicht. Die genaue Anzahl der tatsächlichen Abschiebungen konnte die Regierung jedoch nicht präzise Beziffern.



