Mehr als 8.000 Menschen zur Ausreise gezwungen
Im vergangenen Jahr verloren über 8.000 Ausländer in Deutschland ihren legalen Aufenthaltsstatus. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, die der „Rheinischen Post“ vorliegt.
Hauptbetroffene Nationalitäten
Insbesondere Menschen aus Georgien (671), Albanien (661) und der Türkei (618) waren von diesen Ausweisungsverfügungen betroffen. Die Gesamtzahl der im Jahr 2024 ausgestellten Bescheide lag mit 9.277 etwas höher. Damals waren Albaner (923), Georgier (740) und Türken (701) am häufigsten betroffen.
Minderjährige im Visier
Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass auch Minderjährige zur Ausweisung stehen. Im Jahr 2025 waren 43 Personen unter 18 Jahren betroffen. Davon waren 24 Kinder unter 14 Jahren, die strafrechtlich nicht belangt werden können, und 19 Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren.
Kritik an Verschärfung
Die Linken-Abgeordnete Clara Bünger kritisierte die zunehmenden Ausweisungen: „Weil das Ausweisungsrecht in den letzten Jahren mehrfach verschärft wurde, können schon geringfügige Taten zur Ausweisung führen.“ Sie bezeichnete dies als schwere Eingriffe in die Grundrechte. Ob die ausgesprochenen Verfügungen zu tatsächlichen Abschiebungen führten, konnte die Regierung nicht präzise beziffern.

