Zum Hauptinhalt springen
Digitalisierung in Neckar-Alb

500.000 Euro für Digital Hub Neckar-Alb: Neue Förderphase setzt auf KI und Robotik

Der Digital Hub Neckar-Alb erhält rund 500.000 Euro für seine dritte Förderphase bis Ende März 2028. Die vorherige Förderphase erreichte laut IHK rund 2.700 Teilnehmende; künftig stehen KI, Robotik, Cybersicherheit und konkrete Erprobungsprojekte im Mittelpunkt.

Übergabe des Förderbescheids an den Digital Hub Neckar-Alb
Der Digital Hub Neckar-Alb geht mit rund 500.000 Euro Landesförderung in die dritte Förderphase.
Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg

Förderung läuft bis Ende März 2028

Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg fördert den Digital Hub Neckar-Alb mit rund 500.000 Euro. Die dritte Förderphase läuft nach Angaben der IHK Reutlingen bis Ende März 2028. Landesweit stellt das Land bis 2028 rund sechs Millionen Euro für regionale Digital Hubs an zwölf Standorten bereit.

Der Hub richtet sich vor allem an kleine und mittlere Unternehmen in den Landkreisen Reutlingen, Tübingen und Zollernalb. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums wurden über das landesweite Hub-Netzwerk in den vergangenen Jahren rund 1.400 Digitalisierungsprojekte in Unternehmen angestoßen. Das Ministerium beschreibt die dritte Förderphase als stärker auf die konkrete Umsetzung von Digitalisierungsprojekten ausgerichtet.

Vorherige Förderphase erreichte rund 2.700 Teilnehmende

Die aktuelle Förderung knüpft an eine bereits laufende Struktur an. Der Digital Hub besteht seit 2019. Für die zweite Förderphase waren 2024 rund 760.000 Euro Landesförderung angekündigt worden. Damals lagen die Schwerpunkte unter anderem auf IT-Sicherheit, Industrie 4.0, Künstlicher Intelligenz und digitaler Transformation.

Nach Angaben der IHK Reutlingen erreichte der Hub in der Förderphase ab 2024 bei unterschiedlichen Veranstaltungen rund 2.700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die aktuelle Förderung fällt damit geringer aus als die 2024 genannte Summe, setzt die Arbeit aber in einer weiteren Förderperiode fort.

KI-Checker und Reallabor sollen Betrieben konkrete Tests ermöglichen

In der neuen Phase sollen Unternehmen Technologien nicht nur kennenlernen, sondern praktisch erproben. Der „KI-Checker Neckar-Alb“ untersucht direkt in Betrieben mögliche Einsatzfelder für Künstliche Intelligenz. Für Unternehmen mit historisch gewachsenen IT-Strukturen sind Workshops vorgesehen. Hinzu kommt ein Reallabor für Cloud- und Robotik-Technologien.

Weitere Schwerpunkte sind Cybersicherheit, immersive Technologien und humanoide Robotik. Für Betriebe ist damit vor allem relevant, dass Technologien vor größeren eigenen Investitionen in einem begleiteten Umfeld getestet und konkrete Anwendungsmöglichkeiten identifiziert werden können.

Partnerstruktur verändert sich in der dritten Förderphase

Das aktuelle Konsortium besteht aus dem Institut für Wissensmanagement und Wissenstransfer der IHK Reutlingen, der Technologiewerkstatt Albstadt und INNOPORT Reutlingen. Das Werk150 der Hochschule Reutlingen, das Fachinstitut KEIM der Hochschule Albstadt-Sigmaringen und die COWORK GROUP GmbH in Tübingen unterstützen die Aktivitäten als weitere Partner.

2024 waren neben der IHK unter anderem die beiden Hochschulen, der Zollernalbkreis sowie die Städte Albstadt und Reutlingen als Betreiber beziehungsweise Konsortialpartner genannt worden. Die dritte Förderphase arbeitet damit mit einer veränderten Projektstruktur weiter.

Die Förderung trifft auf eine wirtschaftlich angespannte Lage in Teilen der Industrie. Eine aktuelle Betriebsrätebefragung zeigt, dass in jedem dritten befragten Industriebetrieb in Baden-Württemberg die Stammbelegschaft gesunken ist. Angebote, mit denen kleinere und mittlere Betriebe neue Technologien praktisch testen können, stehen damit in einem Umfeld hohen Veränderungsdrucks.

Baden-Württemberg-News zuerst
InsideBW bei Google als bevorzugte Quelle festlegen und regionale Meldungen künftig häufiger sehen.

InsideBW.de bei Google bevorzugen →

Quellen und Methodik:
insideBW prüft Informationen nach redaktionellen Standards. Mehr über unsere Arbeitsweise erfahren Sie unter Quellen & Methodik.