Teilweise positive Bewertung

Wirtschaftsrat zur Pflegereform

Wirtschaftsrat zur Pflegereform
Haus des Wirtschaftsrates (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Der Wirtschaftsrat der CDU hat den Referentenentwurf für das Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) geprüft. Während einige digitale und steuerungstechnische Ansätze gelobt werden, kritisiert die Partei die geplante Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze und die stärkere kommunale Steuerung.

Wirtschaftsrat zur Pflegereform
Haus des Wirtschaftsrates (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

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Positive Ansätze im Entwurf

Generalsekretär Wolfgang Steiger hob das geplante Pflege‑Cockpit, den Ausbau der Digitalisierung und strengere Kriterien für die Pflegegrade hervor. Laut dem Wirtschaftsrat könne so Transparenz und Effizienz steigen, was die finanzielle Stabilität der Pflegeversicherung stützt.

Umstrittene Finanzierungsfragen

Die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze in der sozialen Pflegeversicherung wird als Belastung für Arbeitnehmer und Arbeitgeber bewertet, ohne die Versorgungsqualität zu verbessern. Der Rat warnt, dass dies den Wirtschaftsstandort schwäche.

Kommunale Steuerung in der Kritik

Eine stärkere Einbindung der Kommunen in die Pflegeplanung birgt laut Steiger das Risiko einer Planwirtschaft. Unternehmensfreiheiten und marktorientierte Angebotspalette könnten dadurch eingeschränkt werden.

Finanzierung von Beratungsangeboten

Der Wirtschaftsrat sieht die geplante Finanzierung von Pflegeberatungen und Pflegestützpunkten aus Versichertengeldern kritisch. Stattdessen soll die Finanzierung primär über Steuermittel und gezielte Landes‑ und Bundeszuschüsse erfolgen.

Weiterer Reformbedarf

Langfristig fordert der Rat eine grundsätzliche Prüfung des Pflegegeldes und eine stärkere Schwerpunktlegung auf Prävention, Rehabilitation und professionelle Pflegeleistungen. Zudem soll das Vermögen der Versicherten stärker in die Berechnung der Eigenanteile einfließen.

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  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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