Drei Tage lang konnten Besucherinnen und Besucher der bundesweit größten Kamelienausstellung über die schönste der rund 1.000 ausgestellten Blüten abstimmen. Für die Wilhelma ist es bereits der dritte Erfolg dieser Sorte – nach Siegen in den Jahren 2016 und 2023. Insgesamt konnte sich der Stuttgarter Zoo und Botanische Garten damit zum sechsten Mal bei der Ausstellung durchsetzen.
Große Kamelien-Sammlung in der Wilhelma
In den historischen Gewächshäusern der Wilhelma wächst eine umfangreiche Sammlung dieser Zierpflanzen. Der Bestand umfasst aktuell 80 Sorten der Camellia japonica sowie 27 weitere Arten und Sorten. Insgesamt pflegt die Wilhelma 216 Kamelienpflanzen.
Ein Teil der Pflanzen reicht weit in die Geschichte des Gartens zurück: 16 Exemplare stammen noch aus der Zeit von König Wilhelm I. von Württemberg. Bereits 1845 ließ der König rund 200 Kamelien per Schiff nach Cannstatt bringen, wo sich heute die Wilhelma befindet.
Herkunft einiger Pflanzen nicht mehr bekannt
Bei einigen dieser historischen Pflanzen ist die genaue Sorte heute nicht mehr eindeutig dokumentiert.
Der technische Leiter des Fachbereichs Botanik der Wilhelma, Dirk Herkert, erklärt dazu:
„Leider sind die Aufzeichnungen seit der Zeit von König Wilhelm I. nicht vollständig vorhanden. Bei einigen Kamelien sind die genaue Sorte und Herkunft daher unbekannt. Darum wurden ihnen Nummern zugeteilt, so auch der Kamelie, die wir heute als ‚Wilhelma Nr. 20‘ bezeichnen.“
Anerkennung für die Arbeit der Gärtner
Auch Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin sieht in der Auszeichnung eine Bestätigung der Arbeit des Teams.
Er sagt:
„Unser großer Dank gilt nicht nur den Besucherinnen und Besuchern der Kamelienblütenschau in Pirna, welche die ‚Wilhelma Nr. 20‘ erneut zur schönsten Kamelienblüte Deutschlands gewählt haben. Besonders stolz sind wir auf unsere engagierten Gärtnerinnen und Gärtner, deren sorgfältige und fachkundige Pflege der Kamelien …“
Mit dem erneuten Erfolg bei der Kamelienblütenschau zeigt sich, dass die traditionsreiche Sammlung der Wilhelma weiterhin zu den bedeutenden Kamelienbeständen in Deutschland gehört.