Grundwasserspiegel sinkt bedenklich
Alarmierende Zahlen aus einer neuen Studie: Zwischen 1990 und 2024 haben Forscher der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und des Climate Service Centers Germany signifikante Veränderungen in über 20 Prozent der untersuchten Küstengebiete weltweit registriert. Der Grundwasserspiegel sank teilweise um dramatische 50 Zentimeter pro Jahr.
Der Hauptgrund: Übermäßiger Wasserentnahme. Das zurückgehende Grundwasser saugt salziges Meerwasser nach, eine Entwicklung, die das Trinkwasser ungenießbar macht.
Besonders gefährdete Regionen
Die Analyse, die Daten von fast einer halben Million Brunnen auswertete, identifiziert besonders gefährdete Zonen. Trockene Regionen, in denen die Menschen stark vom Grundwasser abhängig sind, geraten ins Visier. Ebenso Regionen, wo das Grundwasser ohnehin nah am Meeresspiegel liegt.
Konkret betroffen sind Küstenabschnitte der USA, Mittelamerika, der Mittelmeerraum, Südafrika, Indien und Südaustralien. Sinkende Grundwasserspiegel sind dort keine Zukunftsmusik mehr.
Gefahr für 30 Prozent der Weltbevölkerung
Die Prognose der Wissenschaftler ist eindeutig: In den nächsten 50 Jahren könnten alle Küstengebiete der Welt mit Wasserknappheit kämpfen. Das Problem betrifft nicht nur die Versorgung von über 30 Prozent der Weltbevölkerung mit Trinkwasser. Auch die lokale Lebensmittelproduktion und empfindliche Ökosysteme stehen auf dem Spiel.
Die Studie, veröffentlicht im Fachjournal „Nature Water“, liefert eine deutliche Warnung für die Zukunft der globalen Wasserversorgung nahe der Küsten.




