Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg: Darum geht es
Bei der Landtagswahl am 8. März sind rund 7,7 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Gewählt wird das Parlament in Stuttgart für die kommenden fünf Jahre. Der neue, 18. Landtag tritt am 16. Mai 2026 erstmals zusammen.
Seit 2021 regiert eine Koalition aus Grünen und CDU. Ministerpräsident Winfried Kretschmann, der dienstälteste Landeschef Deutschlands, tritt nicht erneut an. Das allein macht diese Wahl politisch besonders spannend.
Hinzu kommt: Erstmals gilt ein neues Wahlsystem mit Erst- und Zweitstimme. Zudem wurde das Wahlalter auf 16 Jahre gesenkt. Auch kleinere Parteien hoffen auf Bewegung im Kräfteverhältnis – insgesamt treten 21 Parteien an.
Was ist der Wahl-O-Mat – und wie funktioniert er?
Der Wahl-O-Mat ist ein Online-Tool der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Er soll helfen, die eigenen politischen Ansichten mit den Positionen der Parteien abzugleichen.
Das Prinzip ist einfach:
- Nutzerinnen und Nutzer beantworten 38 Thesen zu zentralen Themen der Landtagswahl.
- Zu jeder Aussage kann „stimme zu“, „stimme nicht zu“ oder „neutral“ gewählt werden.
- Einzelne Punkte lassen sich höher gewichten.
- Thesen können auch übersprungen werden.
Am Ende zeigt das Tool an, mit welchen Parteien die größte inhaltliche Übereinstimmung besteht. Zusätzlich können die Antworten und Begründungen der Parteien im Detail eingesehen werden.
Wichtig: Der Wahl-O-Mat gibt keine Wahlempfehlung. Er ist ein Informationsangebot – mehr nicht.
Wer erstellt die Thesen?
Die 38 ausgewählten Thesen stammen aus einem größeren Katalog von insgesamt 80 Aussagen. Diese wurden den zugelassenen Parteien zur Beantwortung vorgelegt.
Entwickelt wurden sie von einem unabhängigen Team aus jungen Wählerinnen und Wählern aus Baden-Württemberg, Fachleuten aus Wissenschaft, Journalismus und Bildung sowie Mitarbeitenden der Bundes- und Landeszentrale für politische Bildung. Die Parteien selbst waren an der Auswahl der Thesen nicht beteiligt, haben aber ihre Antworten und Begründungen autorisiert.
Ziel ist es, Themen aufzugreifen, die im Wahlkampf tatsächlich eine Rolle spielen – und bei denen es klare Unterschiede zwischen den Parteien gibt.
21 Parteien treten an
Bei der Landtagswahl 2026 sind 21 Parteien zugelassen – darunter Grüne, CDU, SPD, FDP, AfD, Die Linke, Freie Wähler, Volt, ÖDP, Bündnis Sahra Wagenknecht sowie weitere kleinere Gruppierungen.
Der Landtag muss laut Wahlgesetz mindestens 120 Sitze umfassen. Durch Direktmandate sowie Überhang- und Ausgleichsmandate kann die Zahl jedoch steigen – aktuell sitzen mehr als 150 Abgeordnete im Parlament.
Wahl-O-Mat: Millionenfach genutzt
Seit seiner Einführung im Jahr 2002 wurde der Wahl-O-Mat nach Angaben der Bundeszentrale für politische Bildung bei Bundes- und Landtagswahlen mehr als 160 Millionen Mal genutzt. Auch zur Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg ist das Interesse groß.
Der Wahl-O-Mat ist ab sofort online verfügbar. Wer sich unsicher ist oder seine Position mit den Parteiprogrammen vergleichen möchte, bekommt hier einen schnellen Überblick – neutral, transparent und kostenlos.
Am Ende bleibt die Entscheidung bei den Wählerinnen und Wählern selbst. Doch wer sich informieren will, hat mit dem Wahl-O-Mat ein Werkzeug zur Hand, das Orientierung schafft – gerade in einem Wahljahr mit vielen politischen Weichenstellungen.
Wo gibt es den Wahlomat?
Der Wahl-O-Mat zur Landtagswahl 2026 ist ab sofort auf der Internetseite der Bundeszentrale für politische Bildung freigeschaltet. Dort lassen sich die Thesen direkt online durchklicken, die eigenen Positionen abgleichen – und mit wenigen Schritten ein persönliches Ergebnis abrufen. Hier geht‘s zum Wahlomat 2026 (externer Link)


