Ansatzpunkte aus Union, SPD und AfD
Thomas Röwekamp (CDU), Vorsitzender des Verteidigungsausschusses, spricht sich für eine Gedenkstele vor dem Ausschusssaal aus – ähnlich wie bei den gefallenen Soldaten. Er will die Bundestagspräsidentin um Prüfung des Vorschlags bitten.
Kerstin Vieregge (CDU) setzt auf einen mobilen, digitalen Informationspunkt in den Bundestagsgebäuden, um die Soldaten sichtbar zu machen. Die Tapferkeitsmedaille, bislang 34‑mal verliehen, gilt als höchste Auszeichnung der Bundeswehr.
SPD‑Sprecher Christoph Schmid sieht eine Anbindung an die bestehende Gedenkstele vor, etwa durch eine Ehrentafel. Für ihn steht die innere Haltung zur Parlamentsarmee im Vordergrund, nicht das Bildmaterial.
Jan Nolte (AfD) will zumindest eine Namens‑ oder Fototafel im Ausschuss. „Wenn das Heereskommando das kann, warum nicht wir?“, sagte er der FAS.
Widerstand von Grünen und Linken
Ulrich Thoden (Links) betont, die Bundeswehr brauche keine Sondergalerie, zumal die Ehrenkreuzträger auch umstrittene Persönlichkeiten umfassen. Sara Nanni (Bündnis 90/Die Grünen) fordert mehr praktische Unterstützung für Veteranen statt symbolischer Gesten.
Die Bundestagsverwaltung erinnert daran, dass bauliche Vorgaben das Aufhängen von Bildern im Ausschusssaal verhindern. Gedenkstelen seien jedoch zulässig.




