Deutschland im Fokus iranischer Beschaffungsaktivitäten
Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) warnt eindringlich: Der Iran versucht offenbar, zerstörte militärische Fähigkeiten durch den illegalen Bezug von Spitzentechnologie aus Deutschland wiederaufzubauen. Laut einer Mitteilung des Amtes an die „Welt am Sonntag“ ist davon auszugehen, dass das Land seine Anstrengungen zur Instandsetzung und zum Wiederaufbau von Anlagen forciert, indem es auf illegale Beschaffungswege setzt.
Hightech und Spezialmaterialien gesucht
Deutschland als führender Hightech-Standort stehe im Fokus iranischer Beschaffungsbemühungen. Das BfV betont, dass Hersteller und Lieferanten von sogenannten Dual-Use-Gütern – also Produkte, die sowohl zivil als auch militärisch verwendet werden können – einem erhöhten Risiko ausgesetzt seien, in illegale Geschäfte verwickelt zu werden. Solche Aktivitäten könnten im Zusammenhang mit der Proliferation von Massenvernichtungswaffen stehen.
Von CNC-Maschinen bis Carbonfasern
Konkret nennt der deutsche Nachrichtendienst Güter aus den Bereichen Hochtechnologie, darunter CNC-Maschinen, Epoxidharze, explosionsgeschützte Kleinstmotoren, Vakuumpumpen und Carbonfasern. Auch weiterhin sei der Iran auf deutsche Dual-Use-Güter angewiesen, um seine technologische Basis zu stärken und aufrechtzuerhalten.


