Weiterer Aufschrei gegen Kosteneinsparungen
Am kommenden Montag sollen Beschäftigte aus Reinigung, Hauswirtschaft und anderen Servicebereichen an mehr als 120 Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen in Deutschland werkeln. Sie schließen ihre Arbeit kurzzeitig, um die Öffentlichkeit auf die Bedeutung ihrer Aufgaben für die patientensichere Versorgung zu lenken.
Verdi fordert bessere Arbeitsbedingungen
Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler von Verdi kritisierte, dass Träger unter Kostendruck Arbeiter in Tochtergesellschaften ausgliedern und damit schlechter zahlen. Laut Bühler könnten die geplanten Kürzungen des Gesundheitsministeriums unter Nina Warken die Situation weiter verschärfen.
Konkrete Forderungen
Die Gewerkschaft verlangt eine tariflich abgesicherte, angemessene Bezahlung sowie stabile Arbeitsbedingungen für alle Servicekräfte. „Wenn im Krankenhaus nicht qualifiziert gereinigt und desinfiziert wird, kostet das im schlimmsten Fall Menschenleben“, warnt Bühler.
Hintergrund der Proteste
Die Aktionen folgen auf bundesweite Demonstrationen, bei denen Pflege- und Ärzt*innen gegen Sparpläne protestiert haben. Verdi sieht die Servicebereiche als unverzichtbaren Teil des Gesundheitssystems – ein Argument, das in den letzten Wochen vermehrt an Bruchstellen der Finanzierungsthematik stößt.



