Sozialverband kritisiert Entlastungspaket als unzureichend

VdK schießt scharf gegen Ampel: „Geringverdiener bleiben auf der Strecke“

VdK schießt scharf gegen Ampel: „Geringverdiener bleiben auf der Strecke“

Pressekonferenz nach Koalitionsausschuss, Symbolbild, via dts Nachrichtenagentur

Der Sozialverband VdK hat die von der Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen zur Abfederung der hohen Energiepreise scharf kritisiert. Präsidentin Verena Bentele wirft der Ampel vor, Geringverdienende und prekär Beschäftigte erneut zu vernachlässigen. Statt gezielter Hilfen setze die Politik auf einen "marktgetriebenen" Weg, der bei den Schwächsten nicht ankomme.

Unzufriedenheit mit Staatsleistungen

Der VdK sieht die beschlossenen Entlastungen als ungenügend an. Die Präsidentin Verena Bentele kritisierte im „Redaktionsnetzwerk Deutschland“, dass die Politik erneut darauf setze, dass Hilfen irgendwie über den Markt bei den Bürgern ankommen.

„Für viele Haushalte, die schon jetzt kaum noch ihre laufenden Kosten decken können, ist das zu wenig“, sagte Bentele.

Mineralölsteuer: Profite für Unternehmen?

Die geplante Senkung der Mineralölsteuer sei zwar als Entlastung angepriesen worden. Sie sei aber „in Wahrheit keine zielgenaue Hilfe für Menschen mit wenig Geld“, so die VdK-Präsidentin. Profiteure dieser Maßnahme seien vielmehr die Unternehmen.

„Und diejenigen, die jeden Euro umdrehen müssen, bleiben am Ende auf der Strecke“, unterstrich Bentele die Kritik.

Prämie erreicht nicht alle Bedürftigen

Auch die steuerfreie Prämie für Beschäftigte sei keine gerechte Lösung. „Menschen mit kleinen Renten, viele Studierende oder Familien mit sehr niedrigem Einkommen gehen weitgehend leer aus, obwohl sie die steigenden Preise besonders deutlich spüren“, beklagte die VdK-Präsidentin.

Wirtschaftliche Interessen würden sorgfältig berücksichtigt, eine zielgenaue Unterstützung für einkommensschwache Haushalte fehle jedoch. Der VdK fordert deshalb einen Kurswechsel hin zu „passgenauen Maßnahmen, die tatsächlich bei denjenigen ankommen, die am dringendsten Entlastung brauchen“.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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