Reaktion des VdK
Verena Bentele, Präsidentin des VdK, sprach am Mittwoch mit „T‑Online“ über die Folgen der Reform. Sie bezeichnete die geplanten Änderungen als einen „Schlag ins Gesicht“ für die Menschen, die den Großteil der häuslichen Pflege unbezahlt leisten.
Die wichtigsten Kritikpunkte: Kürzung der Rentenbeiträge für Pflegende und Aufhebung der bisherigen 100.000‑Euro‑Grenze, die die Anrechnung von Einkommen Angehöriger begrenzte. Damit sollen erwachsene Kinder stärker in die Kosten einbezogen werden.
Forderungen des Verbandes
Der VdK fordert, dass die Pflegeversicherung nicht zur Umverteilung von Vermögen genutzt wird. Stattdessen soll eine gerechtere Besteuerung hoher Einkommen, großer Vermögen und Erbschaften erfolgen. Eine Entlastung der Kommunen von steigenden Sozialhilfekosten soll laut Entwurf des Pflegeneuordnungsgesetzes separat behandelt werden.
Hintergrund der Reform
Die geplanten Änderungen sollen die Finanzierbarkeit des Pflegeversicherungssystems sichern. Kritiker befürchten jedoch, dass sie die bereits prekär gestellte Situation pflegender Angehöriger weiter verschärfen, insbesondere bei der Altersarmut von Frauen.




