Truppenverlegung von 5.000 Mann
Rund 5.000 US-Soldaten werden Deutschland verlassen. Das Pentagon bestätigte die Anordnung des US-Verteidigungsministers Pete Hegseth. Die Maßnahme ist Teil einer Überprüfung der amerikanischen Militärpräsenz in Europa und soll innerhalb der nächsten sechs bis zwölf Monate umgesetzt werden.
Die Entscheidung basiert auf einer „gründlichen Überprüfung“, wie es aus Washington heißt. Berücksichtigt würden dabei die Anforderungen der Einsatzgebiete sowie die aktuellen Bedingungen vor Ort. Mehr als 35.000 US-Soldaten sind derzeit in Deutschland stationiert – mehr als in jedem anderen europäischen Land. Über 20 militärische Einrichtungen, darunter das Europa-Hauptquartier in Stuttgart und der Luftwaffenstützpunkt Ramstein, sind hierzulande angesiedelt und spielen eine wichtige Rolle für globale US-Operationen.
Die Ankündigung könnte mit früheren Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zusammenhängen. Trump hatte in der Vergangenheit wiederholt mit einem Truppenabzug gedroht, zuletzt im Kontext einer Auseinandersetzung mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bezüglich der US-Politik im Iran. Trump hatte Merz scharf kritisiert und ihn aufgefordert, sich stärker auf den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine zu konzentrieren. Auch Spanien und Italien waren von ähnlichen Drohungen betroffen.

