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Gefahr verfrühter Schritte

Union warnt SPD vor Verbot‑Debatte

Union warnt SPD vor Verbot‑Debatte

Protest für AfD-Verbot (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die CDU‑Fraktion warnt die SPD davor, erneut über ein mögliches Verbotsverfahren gegen die AfD zu diskutieren. Unionsfraktionsvize Günter Krings betont, dass juristische Fakten fehlen und ein zu früher Schritt das Verfahren gefährden könnte. Gleichzeitig lässt er ein zukünftiges Verbot nicht vollständig ausschließen.

Warnung aus Köln

Unionsfraktionsvize Günter Krings (CDU) reagierte auf Äußerungen von Justizministerin Stefanie Hubig (SPD), die ein mögliches AfD‑Verbot nicht ausschließen wolle. „Aktuell sollte die SPD mehr Wert darauf legen, gemeinsam die AfD kleiner zu bekommen“, sagte er dem Handelsblatt.

Juristische Hürden

Krings betont, dass ein Parteiverbot zunächst eine juristische Frage sei. Die zuständigen Behörden müssten „harte Fakten“ zusammentragen, die eine aktive Verfassungsfeindlichkeit nachweisen. Ohne diese Grundlage könne das Verfahren nach hinten losgehen.

Vorhergehende Gerichtsentscheidung

Das Verwaltungsgericht Köln habe im Eilverfahren die Einstufung der AfD als „gesichert rechtsextremistisch“ durch das Bundesamt für Verfassungsschutz vorerst gestoppt, während die Hauptsache noch ausstehe. Diese Entscheidung nährt Krings Zweifel an einer ausreichenden Faktenlage.

Zukunftsperspektive

Ein Verbot sei nicht ausgeschlossen, meint Krings. Die AfD habe von Anfang an einen radikalen Kurs eingeschlagen, und eine weitere Radikalisierung könne ein Verbot irgendwann nötig machen. Nach Art. 21 GG liegt die Entscheidung über Parteiverbote beim Bundesverfassungsgericht, das nur auf Antrag von Bundestag, Bundesrat oder Bundesregierung tätig wird.

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Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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