Virtuelle Übungen für den Arbeitsalltag
Im Mittelpunkt des Konzepts steht Extended Reality, kurz XR. Beschäftigte sollen Gesundheitsangebote unabhängig von Arbeitsort und Arbeitszeit über eine VR-Brille nutzen können. Nach Angaben der Universität reicht das geplante Angebot von Mobilitätsübungen über Pilates und Yoga bis zu Meditation und Regeneration.
Trainingsplan, virtuelle Umgebung und Avatar sollen sich an individuelle Bedürfnisse anpassen lassen. Die eigenen Bewegungen werden dafür über ein Echtzeit-Ganzkörperfeedback in die virtuelle Umgebung übertragen und mit einem Traineravatar verknüpft. Ein digitales Muskelmodell soll zusätzlich zeigen, welche Muskelgruppen bei einer Bewegung beteiligt sind.
Forschungserfahrung fließt in die Entwicklung ein
Geschäftsführerin Dr. Jana Funke hat am Institut für Medieninformatik der Universität Ulm promoviert. In ihrer Forschung untersuchte sie unter anderem, wie Bewegungsübungen für XR gestaltet werden sollten. Dabei ging es laut Universität um Trainingserfolg, Akzeptanz, mögliche Bewegungskrankheit bei der VR-Nutzung und Auswirkungen auf emotionale Zustände.
Zum Team gehören außerdem Nadja Pirchheim für Marketing und Produktdesign, XR-Entwickler Benjamin Bayer sowie Dr. Jessica Seyfried für die inhaltliche Entwicklung. Die Idee zu xenko entstand 2024. Zunächst richtet sich die Plattform an Unternehmen mit betrieblichem Gesundheitsmanagement; langfristig sieht das Team auch Anwendungsmöglichkeiten in der Physiotherapie.
Förderung läuft bis August 2027
Für drei Vollzeitstipendien erhält das Gründungsteam 143.500 Euro. Hinzu kommen nach Angaben der Universität 30.000 Euro für Sachmittel und 5.000 Euro für Coaching. Der Förderzeitraum begann am 1. September 2026 und endet am 31. August 2027. Das erklärte Ziel ist die Gründung eines Unternehmens.
Die Förderung unterstützt damit zunächst die weitere Entwicklung und Gründungsvorbereitung. Einen Termin für den Marktstart oder Ergebnisse aus einer klinischen Wirksamkeitsprüfung nennt die Universität nicht. Aus der Förderung allein lässt sich deshalb noch keine Aussage darüber ableiten, wie wirksam das Angebot später im betrieblichen oder therapeutischen Einsatz sein wird.





