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Lebensmittelforschung

Uni Hohenheim führt FEI-Bilanz an: 41 Projekte erhalten 9,57 Millionen Euro

Die Universität Hohenheim vereint 21 Prozent der 2025 laufenden FEI-Teilprojekte auf sich. Im Vergleich zur Bilanz für 2023 stiegen sowohl die Zahl der Vorhaben als auch die Fördersumme.

Prof. Dr. Reinhard Kohlus erläutert Lebensmittelforschung an der Universität Hohenheim
Prof. Dr. Reinhard Kohlus erläutert die Forschung an der Universität Hohenheim.
Michaela Wohlleber / FEI

21 Prozent der FEI-Teilprojekte liegen in Stuttgart

Von 195 laufenden Teilprojekten, die der Forschungskreis der Ernährungsindustrie (FEI) für 2025 ausweist, sind 41 an der Universität Hohenheim angesiedelt. Das entspricht 21 Prozent. Für diese Vorhaben flossen 9,57 Millionen Euro nach Stuttgart.

Damit liegt Hohenheim in der Förderbilanz vor der Technischen Universität München. Dort verzeichnet der FEI 33 laufende Teilprojekte und 8,12 Millionen Euro Fördermittel. Die Zahlen beziehen sich auf die Bilanz des Jahres 2025, die im September 2026 veröffentlicht wurde.

Mehr Vorhaben und höhere Fördersumme als 2023

Der längerfristige Vergleich zeigt eine Verschiebung zugunsten Hohenheims: In der Bilanz für 2023 waren 38 von bundesweit 210 Teilprojekten an der Universität angesiedelt. Die damalige Fördersumme lag bei rund 8,2 Millionen Euro.

Zwei Jahre später sind es drei Teilprojekte mehr und 1,37 Millionen Euro zusätzliche Förderung. Zugleich sank die Gesamtzahl der vom FEI ausgewiesenen Teilprojekte von 210 auf 195. Hohenheims rechnerischer Anteil stieg damit von gut 18 auf 21 Prozent.

Was hinter der industriellen Gemeinschaftsforschung steckt

Die vom Bund geförderte Industrielle Gemeinschaftsforschung soll vor allem kleinen und mittleren Unternehmen Zugang zu vorwettbewerblicher Forschung ermöglichen. Im Jahr 2025 koordinierte der FEI nach eigenen Angaben 109 IGF-Projekte mit einem Gesamtfördervolumen von 45,04 Millionen Euro.

Die Zahl der IGF-Projekte ist nicht mit den 195 Teilprojekten gleichzusetzen: Größere Vorhaben können auf mehrere Teilprojekte an unterschiedlichen Instituten verteilt sein. In den projektbegleitenden Ausschüssen wirkten 1.025 Unternehmen aus mehr als 20 Branchen mit, darunter 633 kleine und mittlere Unternehmen. Weitere 49 Wirtschaftsverbände waren am Wissenstransfer beteiligt.

Von KI gegen Lebensmittelverluste bis Vitamin B12

Die Hohenheimer Vorhaben decken unterschiedliche Stufen der Lebensmittelproduktion ab. Ein Projekt untersucht beispielsweise, wie digitale Abbilder von Produktionsanlagen und künstliche Intelligenz kritische Prozesszustände früh erkennen können. Ziel ist es, Fehlchargen sowie den Verbrauch von Energie und Wasser zu reduzieren.

In einem weiteren Forschungsprojekt arbeiten Teams aus Hohenheim und Leuven daran, Vitamin B12 durch Fermentation in pflanzlichen Alternativen zu Fleisch- und Milchprodukten zu bilden. Andere Forschende untersuchen Kristallbildung in Rohschinken, um Qualitätsprobleme während Trocknung, Reifung und Lagerung besser zu verstehen.

Die Förderbilanz erfasst damit nicht nur einzelne Publikationen, sondern anwendungsorientierte Verbundforschung. Ein weiteres Beispiel für Hohenheims Praxisbezug ist die Agri-Photovoltaik-Forschungsanlage am Ihinger Hof, die Landwirtschaft und Energieerzeugung auf derselben Fläche untersucht.

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