Keine Lust auf digitale Ablenkung
Wenn Social Media völlig unkontrolliert genutzt werden kann, ist das schlecht für den Einzelnen und schlecht für die Gesellschaft“, machte der 83-jährige Journalist gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ deutlich. Er selbst sei nicht auf den bekannten Plattformen vertreten und vermisse die Kommunikation dort nicht.
Wickert schätzt stattdessen Mediatheken für zeitunabhängige Informationen. Sein Smartphone legt er beim Abendessen oder beim Schauen der Tagesschau/Tagesthemen beiseite. „Ich stelle mein Handy an die Weinflasche, wenn wir beim Abendessen sitzen und wenn die Tagesschau läuft. Oder ich schaue mir die Tagesthemen-Sendung vom Vorabend an, wann ich es möchte“, so Wickert.
Kritik an digitalen „Beruhigungsmitteln“
Besonders kritisch sieht der erfahrene Journalist den Einsatz digitaler Medien zur Beruhigung von Kleinkindern. „Wenn ich sehe, wie Eltern ihrem ganz jungen Kind, das noch nicht einmal in der Schule ist, im Restaurant ein iPad vor die Nase setzen, damit es Ruhe gibt, finde ich das schlimm“, sagte Wickert.
Er erinnert sich an seine eigene Erziehung: „Meine 14-jährigen Kinder haben einen restriktiven Zugang zu Social-Media-Kanälen.“ Hier setzt er als Vater auf strenge Regeln, um einen übermäßigen Konsum zu verhindern.