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US-Präsident unterzeichnet Charta in Davos und kündigt Zusammenarbeit mit UN an. Kritiker sehen Konkurrenz zu den Vereinten Nationen.

Trump gründet „Board of Peace“ – Weltfrieden und Gaza im Fokus

Donald Trump (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Donald Trump hat in Davos offiziell seinen umstrittenen Friedensrat "Board of Peace" gegründet. Gemeinsam mit Vertretern zahlreicher Mitgliedsstaaten unterzeichnete er die Charta. Trump verspricht sich von dem Gremium ein Ende jahrzehntelanger Konflikte und "ewigen Frieden", mit einem besonderen Fokus auf die Krisenregion Gaza. Eine Kooperation mit den Vereinten Nationen wird angedeutet.

Trump setzt auf „Board of Peace“ für globale Stabilität

In einer Zeremonie am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos hat US-Präsident Donald Trump am Donnerstag die Gründungsurkunde seines „Board of Peace“ unterzeichnet. Gemeinsam mit Vertretern von Staaten wie Argentinien, Jordanien, Katar, Saudi-Arabien, der Türkei und den Vereinigten Arabischen Emiraten wurde der umstrittene Friedensrat damit offiziell ins Leben gerufen. Trump äußerte die Zuversicht, dass das Gremium „Jahrzehnte des Blutvergießens beenden und ewigen Frieden schaffen“ werde. Die Welt sei eine einzige Region, so der US-Präsident.

Besonderes Augenmerk soll dabei auf die Krisenregion Gaza gelegt werden. Trump deutete eine Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen an, um dort Erfolge zu erzielen. Paradoxerweise behauptete er, die USA hätten mehr Entwicklungshilfe für Gaza ermöglicht als je zuvor, während seine eigene Regierung die weltweiten Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit massiv kürzte. Dies wirft Fragen über die tatsächliche Prioritätensetzung auf.

Ursprünglich war das „Board of Peace“ wohl dazu gedacht, eine Übergangsregierung im Gazastreifen zu beaufsichtigen. Es gibt jedoch Anzeichen dafür, dass das Mandat des Rates erweitert werden könnte, um sich globalen Krisen und Konflikten zu widmen. Kritiker äußern die Sorge, dass Trump hier eine Konkurrenzstruktur zu den bestehenden Vereinten Nationen aufbauen könnte. Aus der Europäischen Union beteiligen sich bislang nur Ungarn und Bulgarien. Viele andere westliche Staaten, darunter Deutschland und Großbritannien, reagierten zurückhaltend auf die Einladung.

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