Spontankäufe enden oft tragisch

Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke!

Ein kleiner Hund mit rauhaarigem Fell ist an einem Pfosten angebunden und sitzt alleine auf einem mit Blättern bedeckten Waldboden. Die schwarz-weiße Aufnahme vermittelt eine melancholische Stimmung.
Foto: Foto: astrakanimages

Jahr für Jahr landen nach den Feiertagen unzählige Haustiere in Tierheimen oder werden einfach ausgesetzt. Minister Peter Hauk macht klar: „Tiere sind keine Geschenke und gehören nicht unter den Weihnachtsbaum!“ Die Verantwortung, die mit einem Haustier einhergeht, werde oft unterschätzt, warnt der Minister.

Tiere sind kein Spielzeug

Ob süße Welpen, niedliche Kaninchen oder bunte Vögel – Tiere stehen häufig auf den Wunschzetteln von Kindern. Doch wer ein Tier verschenkt, schenkt keine kurzzeitige Freude, sondern eine Verpflichtung für viele Jahre. „Tiere sind lebendige Wesen, keine Weihnachtsgäste auf Zeit. Sie brauchen täglich Zuwendung, Zeit und Pflege“, erklärt Hauk.

Der Weihnachtsstress mit Besuchen, Urlauben oder dem allgemeinen Trubel ist denkbar ungeeignet, um einem Tier die Eingewöhnung in ein neues Zuhause zu erleichtern. Besonders exotische Haustiere wie Schildkröten oder Papageien können bis zu 50 Jahre alt werden – eine Verantwortung, die oft gar nicht bedacht wird.

Kostenfalle Haustier

Auch die finanziellen Aspekte der Tierhaltung werden häufig unterschätzt. Neben den Anschaffungskosten kommen regelmäßige Ausgaben für Futter, Zubehör und Tierarztbesuche hinzu. Ein spontanes Geschenk kann schnell zur dauerhaften Belastung werden.

Achtung vor dubiosen Angeboten

Gerade in der Vorweihnachtszeit steigt die Nachfrage nach Haustieren – und damit auch das Geschäft unseriöser Händler. „Im Internet gibt es viele fragwürdige Angebote von dubiosen Züchtern. Oft sind die Tiere krank oder stammen aus tierschutzwidrigen Haltungen“, warnt der Minister. Wer solche Angebote wahrnimmt, unterstützt unwissentlich den illegalen Tierhandel.

Besser überlegen: Alternativen zu Weihnachten

Für alle, die sich dennoch ein Tier wünschen, rät Hauk zu einem bewussten und gut überlegten Schritt. Nach den Feiertagen können Tierheime oder seriöse Züchter eine Anlaufstelle sein. Bis dahin sind tierfreundliche Alternativen wie Bücher zur artgerechten Haltung oder geeignetes Heimtierzubehör eine gute Idee.

„Wer ein Tier verschenken möchte, sollte sich die langfristige Verantwortung bewusst machen“, mahnt Hauk. Tiere sind treue Begleiter – aber keine Geschenke für den schnellen Moment.

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