Spritpreise sinken – aber nicht ganz so stark wie erhofft

Tankstelle: Preisnachlass bleibt hinter Erwartungen zurück

Tankstelle: Preisnachlass bleibt hinter Erwartungen zurück

Aral-Tankstelle (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Zum 1. Mai sind die Spritpreise in Deutschland spürbar gesunken. Allerdings profitieren Autofahrer nicht in vollem Umfang von den angekündigten Entlastungen. Der bundesweite Schnitt für Diesel liegt bei 2,07 Euro, Super E10 bei 1,98 Euro pro Liter. Dies ist ein Rückgang um 13 Cent im Vergleich zum Vortag. Die Steuerentlastung pro Liter beträgt jedoch faktisch 16,7 Cent für beide Kraftstoffarten.

Rabatt greift, aber nicht vollständig

Der am Donnerstag in Kraft getretene „Tankrabatt“ hat die Preise an den Zapfsäulen zwar gedrückt, doch die Ersparnis ist geringer als erhofft. Um 8 Uhr morgens zahlten Autofahrer bundesweit im Schnitt 2,07 Euro für einen Liter Diesel. Super E10 kostete 1,98 Euro.

Das ist ein merkliches Minus im Vergleich zum Vortag: Hier lagen die Durchschnittspreise bei etwa 2,20 Euro für Diesel und 2,11 Euro für Benzin. Mit einem Minus von 13 Cent pro Liter liegt der beobachtete Preisrückgang jedoch unterhalb der tatsächlichen steuerlichen Entlastung.

Mehrwertsteuer senkt Kosten nicht voll

Die Bundesregierung hatte bekanntlich die Energiesteuern auf Benzin und Diesel gesenkt. Hinzu kommt die Wegfallende Mehrwertsteuer, die durch die geringere Steuerbelastung auf Großhändler-Ebene entsteht. Insgesamt beläuft sich die Entlastung hierdurch auf 16,7 Cent pro Liter für beide Kraftstoffarten.

Diese Maßnahme ist auf zwei Monate befristet und wird den Bundeshaushalt schätzungsweise 1,6 Milliarden Euro kosten. Die Diskrepanz zwischen der tatsächlichen Ersparnis und der vollen steuerlichen Entlastung ist ein Punkt, der nun für Diskussionen sorgen dürfte. Weiterhin sinkende Preise im Laufe des Tages waren in der Vergangenheit keine Seltenheit.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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