Klüssendorf fordert mehr Härte

SPD für Riegel gegen Steuerbetrug

SPD für Riegel gegen Steuerbetrug

Tim Klüssendorf (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf schlägt Alarm im Kampf gegen organisierten Steuerbetrug. Er fordert ein entschlosseneres Vorgehen des Staates und kritisiert zu niedrige Hürden zur Steuerhinterziehung. Die Gelder fehlten dringend an anderer Stelle, betont er im Gespräch mit „T-Online“.

Druck auf Kriminelle erhöhen

Der SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf will dem organisierten Steuerbetrug einen Riegel vorschieben. „Steuerbetrug ist ein Geschäftsfeld der organisierten Kriminalität, mit Schäden in Milliardenhöhe und ganz sicher kein Kavaliersdelikt“, sagte Klüssendorf zu „T-Online“. Die aktuelle Situation sei nicht tragbar. „Wenn Akteure dem Staat Milliarden Euro vorenthalten, können wir das als Gesellschaft nicht akzeptieren. In Deutschland ist es noch immer viel zu einfach, im großen Stil Steuern zu hinterziehen.“

Pläne des Finanzministers

Klüssendorfs Forderungen knüpfen an Pläne von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) an. Klingbeil will die weitgehende Straffreiheit bei Selbstanzeigen beenden. Zudem sollen Finanzbehörden bekannte Daten künftig auf einer Plattform bündeln und KI-gestützt auswerten. Ziel ist eine effektivere Aufdeckung von Risiken und Straftaten.

Fehlende Mittel schmerzen

Klüssendorf begrüßt diese Ansätze. „Wir müssen den Druck auf geschäftsmäßige Steuerbetrüger erhöhen, sodass sich ihr illegales Geschäftsmodell schlichtweg nicht mehr lohnt.“ Er betonte die negativen Folgen für die Allgemeinheit. „Das Geld fehlt bitter für die nötigen Investitionen in unser Land, ob in Bildung, Gesundheitsversorgung, Integration oder wirtschaftlichen Aufschwung.“

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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