Einigung nach Treffen mit Trump

Selenskyj verkündet US-Sicherheitsgarantien

Selenskyj verkündet US-Sicherheitsgarantien
Foto: Wolodymyr Selenskyj (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Nach einem Gespräch mit US-Präsident Donald Trump hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Einigung auf amerikanische Sicherheitsgarantien für sein Land verkündet. Die Unterzeichnung des entsprechenden Dokuments soll jedoch erst nach Kriegsende erfolgen und die Ratifizierung durch die Parlamente beider Staaten durchlaufen.

Ukraine hofft auf US-Schutzschirm

In Davos hat Präsident Wolodymyr Selenskyj eine Einigung auf US-amerikanische Sicherheitsgarantien für die Ukraine bekannt gegeben. Nach einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump sei die Frage der Garantien geklärt, sagte Selenskyj in der Schweiz. Das formelle Abkommen wird allerdings noch auf sich warten lassen: Es soll erst nach dem Ende der Kampfhandlungen unterzeichnet werden und anschließend die nationalen Parlamente in den USA und der Ukraine passieren.

Treffen mit Russland und den USA geplant

Zudem kündigte Selenskyj ein politisches Treffen an, das noch am Wochenende stattfinden soll. Vertreter der Ukraine, Russlands und der USA wollen sich in den Vereinigten Arabischen Emiraten austauschen. Es wäre das erste Treffen dieser Dimension seit Beginn des russischen Angriffskriegs. Bereits zuvor hatte der US-Sondergesandte Steve Witkoff eine Reise nach Abu Dhabi angekündigt.

Kritik an Europas Zögerlichkeit

In seiner Rede in Davos verglich Selenskyj die aktuelle Situation seines Landes mit dem Film „Täglich grüßt das Murmeltier“. Er kritisierte die ausbleibende Veränderung der Lage und wiederholte seine Forderungen nach einem Ende der russischen Öllieferungen in die EU sowie der Nutzung eingefrorener russischer Vermögen für die Ukraine. Mit Blick auf europäische Staats- und Regierungschefs bemängelte Selenskyj eine mangelnde Entschlossenheit. „Manche Europäer sind wirklich stark, das stimmt, aber viele sagen, wir müssen stark bleiben, und sie wollen immer, dass irgendjemand anders ihnen sagt, wie lang sie so stark bleiben müssen – idealerweise bis zur nächsten Wahl.“ Laut Selenskyj fehle in Europa der Mut, europäische Interessen aktiv zu verteidigen. Stattdessen würden viele auf andere hoffen, die die anstehenden Herausforderungen lösen.