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Brief schlägt Schweiz, Türkei oder Arabien vor

Selenskyj fordert Putin zu Friedenstreffen auf

Selenskyj fordert Putin zu Friedenstreffen auf

Wolodymyr Selenskyj (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat per Brief an Wladimir Putin ein direktes Gespräch gefordert. Er nennt mögliche Gastgeberländer und betont die Dringlichkeit, den seit 2022 andauernden Konflikt zu beenden. Der Wortlaut des Schreibens wurde von der dts Nachrichtenagentur veröffentlicht.

Briefinhalt und Friedensvorschlag

In dem Schreiben, das an die russische Botschaft übermittelt worden sein soll, erklärt Selenskyj, dass die Beziehungen zwischen beiden Staaten sich seit über einem Vierteljahrhundert grundlegend geändert hätten – von Handelsdialogen hin zu einem Krieg, der nach eigenen Angaben keinen legitimen Grund habe.

Der ukrainische Präsident weist auf die hohen russischen Verluste hin, nennt konkrete Zahlen für den Mai und fordert ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen. Ein vollständiger Waffenstillstand und ein späterer Gefangenaustausch seien laut Selenskyj die Voraussetzung für Verhandlungen.

Als mögliche Treffpunkte nennt er die Schweiz, die Türkei und Staaten der arabischen Welt. Dabei soll die Zusammenarbeit mit europäischen und amerikanischen Sicherheitsgaranten einbezogen werden, um die Einhaltung eines Waffenstillstands zu gewährleisten.

Reaktionen und Kontext

Die Veröffentlichung des Briefes erfolgte vor dem Hintergrund anhaltender Kämpfe im Donbas und wachsender internationale Besorgnis über die humanitäre Lage. Bisher hat die russische Seite weder öffentlich noch privat auf den Vorschlag reagiert.

Washington und Brüssel haben in den letzten Wochen erneut Sanktionen gegen Moskau verschärft und betonten, dass ein Durchbruch nur durch Verhandlungen erreicht werden könne. Der Brief wirft damit einen neuen politischen Rückenwind für Friedensinitiativen in den westlichen Hauptstädten auf.

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Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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