Gesundheitsreform sorgt für Zündstoff
Die Pläne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) für eine Gesundheitsreform stoßen auf harte Kritik. Insbesondere die geplante Einschränkung der Hautkrebsvorsorge als Kassenleistung sorgt für Unmut, allen voran bei Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD).
„Völlig falsch“
In einem Interview mit der „Bild am Sonntag“ bezeichnete Schwesig das Streichen des Hautkrebs-Screenings als „völlig falsch“. Die SPD-Politikerin sieht gerade in der Früherkennung einen entscheidenden Faktor im Kampf gegen Krebs. „Wir müssen Krebs bekämpfen“, mahnte sie. Die aktuellen Zahlen zu Hautkrebs seien alarmierend. „Wir müssen Prävention stärken und nicht schwächen.“
Appell an Vernunft
Schwesig, die selbst eine Brustkrebserkrankung überstanden hat, räumte ein, dass die Bundesregierung eine Gesundheitsreform plant und die Krankenkassenbeiträge nicht unaufhaltsam steigen können. Eine solche Reform müsse jedoch „gerecht und vernünftig sein“, forderte sie.
Nur noch für Risikogruppen?
Hintergrund der Debatte ist der Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsministerin Warken. Dieser sieht vor, dass die Hautkrebsvorsorge, die bisher Versicherten ab 35 Jahren alle zwei Jahre von den Kassen bezahlt wird, künftig nur noch für spezielle Risikogruppen gelten soll.




