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IW-Umfrage zeigt düstere Aussichten

Schlechte Stimmung in deutschen Unternehmen hält an

Schlechte Stimmung in deutschen Unternehmen hält an

Symbolbild: Ein Blick in eine deutsche Fabrikhalle. Die Stimmung unter den Unternehmen ist angespannt.

Die Julis-Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) unter fast 1000 Unternehmen zeichnet ein besorgniserregendes Bild. Deutlich mehr Betriebe sehen ihre Lage schlechter als vor einem Jahr. Branchenübergreifend herrscht Pessimismus bezüglich der künftigen Entwicklung.

Wirtschaftliche Krise frisst sich tief ein

Die deutsche Wirtschaft kämpft weiter gegen eine spürbare Flaute. Eine aktuelle Erhebung des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) untermauert diese Sorge: Von den befragten 964 Unternehmen blicken 43 Prozent auf eine schlechtere Geschäftslage zurück als noch vor zwölf Monaten. Nur jeder siebte Betrieb, exakt 14 Prozent, meldete eine Verbesserung.

Die Analyse des IW spricht vom „nicht überwundenen“ Zustand einer wirtschaftlichen Krise, der sich in der durchweg negativen Bewertung der aktuellen Geschäftslage manifestiere. Dieses düstere Bild ziehe sich durch Industrie, Dienstleistungssektor und Bauwirtschaft.

Produktion und Investitionen unter Druck

Die Aussichten für 2026 sind ebenfalls getrübt. Ein Drittel der Firmen, konkret 35 Prozent, rechnet mit einem Produktionsrückgang. Demgegenüber stehen nur 21 Prozent, die auf Wachstum hoffen. Auch bei den Investitionen zeichnet sich ein negativer Trend ab.

Mehr als doppelt so viele Industriebetriebe (42 Prozent) planen aktuell niedrigere Investitionen als jene, die höhere Investitionen anstreben (19 Prozent). Über alle Branchen hinweg gehen mit 39 Prozent deutlich mehr Unternehmen von schrumpfenden Investitionsbudgets im Jahr 2026 aus als von steigenden (21 Prozent).

Längste Phase negativer Erwartungen seit 20 Jahren

Diese anhaltend schlechte Stimmung bei den Unternehmen markiert laut IW-Papier die längste Phase negativer Erwartungen seit Beginn der gesamtdeutschen Auswertungen im Jahr 2005. Ein Trend, der offenbar länger Bestand hat als viele erwartet hätten.

Arbeitsplätze in Gefahr

Die wirtschaftliche Abkühlung dürfte auch bei den Beschäftigungsverhältnissen Spuren hinterlassen. Insbesondere in der Industrie werde der Personalabbau fortgesetzt, heißt es in der Analyse. Ganze 37 Prozent der befragten Industriefirmen planen, ihr Personal zu reduzieren. Dem gegenüber stehen lediglich 14 Prozent, die mehr Mitarbeiter einstellen wollen.

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Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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