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Sportfördergesetz: Klärungsbedarf statt Blockade

Schenderlein weist Dobrindt-Veto zurück

Schenderlein weist Dobrindt-Veto zurück

Christiane Schenderlein (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Staatsministerin Christiane Schenderlein hat Medienberichte über ein angebliches Veto von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt zum geplanten Sportfördergesetz zurückgewiesen. Es gebe lediglich an einzelnen Stellen noch Klärungsbedarf, betonte Schenderlein. Das Gesetz soll die Spitzensportförderung neu ausrichten und eine unabhängige Agentur etablieren.

Kein Veto, nur Diskussionsbedarf

Von einem Veto im klassischen Sinne könne keine Rede sein, erklärte Staatsministerin Christiane Schenderlein (CDU) gegenüber den Sendern RTL und ntv. Vielmehr gebe es „an der einen oder anderen Stelle noch Klärungsbedarf“, so die Sportpolitikerin.

Das geplante Sportfördergesetz ist ein zentraler Baustein zur Neuausrichtung der deutschen Spitzensportförderung. Kernstück ist die geplante Einrichtung einer unabhängigen Sportagentur, die zukünftig die Förderentscheidungen treffen soll. Schenderlein sprach in diesem Zusammenhang von einem „Paradigmenwechsel“, der am Ende „wirklich ein gutes Gesetz“ hervorbringen soll.

Breite Diskussion mit dem DOSB

Auf Kritik des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) angesprochen, verwies die Staatsministerin auf eine „breite Diskussion dazu“, in die der DOSB als „wichtigster Sportakteur“ eng eingebunden sei. Man befinde sich insgesamt „in guten Gesprächen“ mit den zuständigen Ressorts.

Die inhaltliche Neuausrichtung verteidigte Schenderlein. „Im Leistungssport wird das am Medaillenspiegel gemessen“, erinnerte sie und betonte, dass die Förderung künftig stärker in „die Hände von Experten“ gelegt werden solle. Gleichzeitig unterstrich sie die staatliche Kontrollfunktion bei der Verwendung von Steuergeldern.

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