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Kritik von Grünen und Linken

Pharmaunternehmen drohen mit Investitionsstopp

Pharmaunternehmen drohen mit Investitionsstopp

Tabletten (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die geplante GKV‑Beitragssatzstabilisierung stößt auf Gegenwehr: Gesundheitsministerin Nina Warken will einen dynamischen Herstellerabschlag einführen, worauf die Pharmakonzerne Eli Lilly und Boehringer Ingelheim ihre Investitionen in Deutschland zurückfahren. Grünen‑ und Linken‑Abgeordnete werfen ihnen Erpressung vor.

Streit um Investitionsentscheidungen

Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat ein Gesetzespaket vorgelegt, das einen variablen Abschlag für Hersteller vorsieht. Der Abschlag soll sich nach den beitragspflichtigen Einnahmen der gesetzlichen Krankenkassen und den Arzneimittelausgaben richten.

Eli Lilly und Boehringer Ingelheim reagierten mit der Ankündigung, geplante Investitionen in Forschung, Produktion und Standort‑Ausbau in Deutschland deutlich zu kürzen.

Kritik von der Opposition

Janosch Dahmen (Grüne) bezeichnete das Vorgehen der Pharmakonzerne als Druckmittel. „Gesetze werden im Parlament gemacht – nicht in Vorstandsetagen“, sagte er dem Spiegel.

Linken‑Abgeordneter Michael Arndt sprach von einem „völlig unverhohlenen Erpressungsversuch aus reiner Profitgier“.

Antwort aus der Union

Simone Borchardt (CDU/CSU) wies die Vorwürfe zurück. „Ich halte nichts davon, gesundheitspolitische Entscheidungen unter Drohkulissen zu treffen“, erklärte sie. Das Gesetz sei notwendig, um die Beitragsentwicklung zu stabilisieren, und werde im parlamentarischen Verfahren genau geprüft.

Ein möglicher Seiteneffekt: Befürchtungen, dass Forschung und Versorgung am Standort Deutschland leiden könnten.

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Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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