Warnruf aus Wien
„In Europa müssen wir mehr in unsere langfristige Energiesicherheit investieren“, sagt OMV‑Chef Alfred Stern. Der Iran‑Krieg verschärfe die Lage, denn er wirke sich direkt auf die Lieferketten aus, die für die Luftfahrt und Industrie unverzichtbar sind.
Auf die Frage nach einer Garantie für Kerosin, Gas und Öl im laufenden Jahr betont Stern: „Dafür kann ich keine Garantie geben – zu viele Unsicherheiten.“ Er verspricht jedoch, dass die Versorgung der Kunden höchste Priorität behalte.
Hintergrund: Abhängigkeit und Kosten
Seit drei Jahrzehnten sei in Europa eine stabile Versorgung vorausgesetzt worden, erklärt der Vorstandsvorsitzende. Dieses Vertrauen habe jedoch einen Preis: „Versorgungssicherheit kostet Geld, viel Geld.“ Das Unternehmen sei gezwungen, flexibler zu agieren und sich auf volatile Märkte einzustellen.
OMV beliefert den Flughafen Wien über die Raffinerie Schwechat und den Münchner Flughafen über die Burghausen‑Pipeline. Bisher liefen die Lieferungen reibungslos, und die Airline‑Partner, darunter die Lufthansa‑Gruppe, stehen in engem Austausch mit dem Energiekonzern.



