Zwischen Radolfzell und Reichenau fährt am Sonntag kein Kursschiff
Das anhaltende Niedrigwasser am Bodensee hat am Sonntag, 13. September, direkte Folgen für den Schiffsverkehr auf dem Untersee. Nach Angaben der Bodensee-Schiffsbetriebe entfallen die Kurse 613 bis 620 zwischen Radolfzell, Iznang, Mannenbach und der Insel Reichenau vollständig. Zwischen diesen Landestellen findet damit am Sonntag kein regulärer Kursverkehr statt.
Die Einschränkung fällt auf den letzten Tag des BSB-Hauptsaisonfahrplans. Fahrgäste, die eine Fahrt auf dieser Strecke geplant haben, müssen auf andere Verkehrsmittel ausweichen.
Niedriger Pegel beeinträchtigt weitere Verbindungen
Auch auf anderen Abschnitten macht sich der niedrige Wasserstand bemerkbar. Die Bodensee-Schiffsbetriebe weisen darauf hin, dass der Zugang zu den Schiffen an mehreren Landestellen wegen steiler Zugangsbrücken erschwert ist. Auf einzelnen Strecken ist außerdem die Mitnahme von Fahrrädern oder Rollstühlen eingeschränkt.
Auf dem Untersee und Rhein gibt es ebenfalls Änderungen. Die Schweizerische Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein meldet aktuell einen Streckenunterbruch zwischen Stein am Rhein und Diessenhofen. Zwischen Schaffhausen und Diessenhofen werden stattdessen Rundfahrten angeboten; für den Abschnitt zwischen Stein am Rhein und Diessenhofen empfiehlt die Gesellschaft den Umstieg auf die Bahn.
Außergewöhnlich niedrige Wasserstände prägen den Sommer 2026
Die Niedrigwasserlage am Bodensee besteht bereits seit Monaten. Die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg hatte Mitte August einen neuen Jahrestiefstand gemeldet. Am Pegel Konstanz wurden am 13. August 275 Zentimeter gemessen. Damit lag der Wasserstand deutlich unter dem für diese Jahreszeit üblichen Niveau und sogar unter dem bisherigen Tiefstwert für einen 13. August aus dem Jahr 2003.
Als Ursachen nannte die LUBW unter anderem den schneearmen Winter im Alpenraum, geringe Niederschläge und hohe Verdunstung im Sommer. Für die Schifffahrt bedeutet der niedrige Pegel je nach Strecke Einschränkungen bei Anlegestellen, Zugängen und Fahrwegen.


