Kurse 613 bis 620 fallen vollständig aus
Die Bodensee-Schiffsbetriebe (BSB) haben ihren Kursverkehr auf dem Untersee bis auf Weiteres vollständig eingestellt. Betroffen sind die Kurse 613 bis 620 zwischen Radolfzell, Iznang, Mannenbach und der Insel Reichenau. Einen Termin für die Wiederaufnahme nennt das Unternehmen derzeit nicht.
Grund ist der außergewöhnlich niedrige Wasserstand des Bodensees. Fahrgäste, die eine dieser Verbindungen nutzen wollten, müssen daher auf andere Verkehrsmittel ausweichen und sollten den aktuellen Fahrplan unmittelbar vor der Fahrt erneut prüfen.
Obersee und Überlinger See werden weiter bedient
Die vollständige Einstellung gilt ausdrücklich für den Untersee. Auf dem Überlinger See zwischen Konstanz und Überlingen werden nach Angaben der BSB weiterhin alle Landestellen angefahren. Gleiches gilt auf dem Obersee zwischen Konstanz und Bregenz.
Der niedrige Pegel erschwert jedoch vielerorts den Einstieg. Die Zugangsbrücken zu den Schiffen sind an mehreren Anlegestellen sehr steil. Fahrgäste müssen Fahrräder, Anhänger und E-Bikes selbst an oder von Bord bringen. Die Besatzungen können dabei laut BSB nur eingeschränkt helfen.
Rollstühle und Fahrräder an mehreren Häfen ausgeschlossen
In Immenstaad, Hagnau, Dingelsdorf, Überlingen, Langenargen und Kressbronn können derzeit keine Rollstühle, Fahrräder oder Fahrradanhänger mitgenommen werden. An den übrigen Landestellen ist die Beförderung von Rollstühlen und elektrischen Krankenfahrstühlen nur möglich, wenn die Nutzerinnen und Nutzer selbstständig an und von Bord fahren können.
Am Samstag, 3. Oktober, kommt eine weitere Einschränkung hinzu: Auf den Kursen 411 bis 416 zwischen Konstanz und Überlingen ist zwischen 9.05 und 18.10 Uhr keine Behindertentoilette an Bord.
Aktuellen Stand vor der Abfahrt prüfen
Die BSB wollen den Verkehr auf den übrigen Strecken so weit wie möglich aufrechterhalten. Einschränkungen und Verspätungen lassen sich wegen des Niedrigwassers nach Unternehmensangaben dennoch nicht vermeiden. Da sich der Fahrplan kurzfristig ändern kann, sollten Reisende die Hinweise der Bodensee-Schiffsbetriebe vor der Anreise erneut kontrollieren.




