Kein Kampf gegen Wohnungsleerstand? Von wegen!
Leerstand in Zeiten hoher Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum ist für Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) ein klares Versagen. Mit dem neuen Förderprogramm „Gewerbe zu Wohnen“ will sie diesen Missstand angehen. Ab dem 1. Juli können Investoren Anträge stellen, um aus ehemaligen Bürogebäuden neue Wohneinheiten zu schaffen.
Insgesamt stellt die Regierung 300 Millionen Euro zur Verfügung. Diese Zuschüsse müssen nicht zurückgezahlt werden, was die Attraktivität des Programms für private Bauherren und Unternehmen erhöhen dürfte. Die genauen Details werden in Kürze im Bundesgesetzblatt veröffentlicht.
Schnelles Geld für neue Wohnungen
Pro umgebauter Wohnung winkt eine Förderung von bis zu 30.000 Euro. Allerdings gibt es auch eine Obergrenze: Ein einzelnes Unternehmen kann maximal 300.000 Euro aus dem Topf erhalten. Das Programm richtet sich explizit an beheizte Gebäude oder Gebäudeteile, die bisher nicht zu Wohnzwecken genutzt wurden. Mindestens eine neue Wohnung muss entstehen. Ein wichtiger Aspekt dabei: Die Förderung setzt auch auf eine klimagerechte Sanierung.
Hubertz betonte gegenüber der „Bild“: „Indem wir leerstehende Gewerbeimmobilien zu neuem Leben erwecken, schaffen wir nicht nur Wohnraum. Wir stärken auch die Attraktivität unserer Innenstädte und damit die Lebensqualität der Menschen.“ Angesichts des drängenden Wohnraummangels in vielen deutschen Städten ein wichtiges Signal.



