Staatsanwaltschaft klagt Tatverdächtige an

Mordanklage im Fall Fabian: 8-Jähriger aus Güstrow heimtückisch getötet

Foto: Justicia (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Nach qualvollen Wochen der Ungewissheit hat die Staatsanwaltschaft Rostock im Fall des brutal getöteten achtjährigen Fabian aus Güstrow Anklage erhoben. Die Tatverdächtige, die seit November in Untersuchungshaft sitzt, soll den Jungen heimtückisch ermordet haben. Die Ermittler rekonstruieren einen grausamen Tathergang.

Anklage wegen heimtückischen Mordes

Die Staatsanwaltschaft Rostock hat Anklage gegen die Tatverdächtige im Fall des gewaltsamen Todes des achtjährigen Fabian erhoben. Der Vorwurf lautet heimtückischer Mord, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag mitteilten. Die Frau befindet sich seit November in Untersuchungshaft.

Tathergang laut Ermittlungen

Nach dem Ergebnis der Ermittlungen besteht der hinreichende Verdacht, dass sich die Angeschuldigte am Morgen des 10. Oktober 2025 zu Fabians Wohnanschrift begeben hat. Dort soll sie den ihr gut bekannten Jungen unter einem Vorwand aus dem Haus gelockt haben. Gemeinsam fuhr sie mit ihm in ihrem Auto zu einem Feldstück bei Klein Upahl. Dort sollen sie zu einem verdeckt liegenden Teich gelaufen sein.

Am Ufer des Teiches soll die Frau den achtjährigen Fabian, nach eigener Planung und Durchführung, mit mindestens sechs Messerstichen im Bereich des Oberkörpers getötet haben. Um Spuren zu verwischen, soll sie den Leichnam anschließend mit Brandbeschleuniger angezündet haben.

Unschuldsvermutung gilt

Es gilt auch nach der Anklageerhebung die Unschuldsvermutung. Der Fall hatte bundesweit für Entsetzen gesorgt, nachdem der vermisste Junge tot aufgefunden wurde.