Prognose steigt um zehn Millionen Euro
MLP erwartet für 2026 nun ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 110 bis 120 Millionen Euro. Bislang lag der Prognosekorridor bei 100 bis 110 Millionen Euro. Damit verschiebt der Finanzdienstleister aus Wiesloch beide Grenzen um jeweils zehn Millionen Euro nach oben.
Grundlage ist die bisherige Geschäftsentwicklung und die Erwartung eines deutlich stärkeren dritten Quartals. Einen endgültigen Quartalsgewinn nennt MLP noch nicht. Fest steht laut Ad-hoc-Mitteilung nur, dass das EBIT den Vorjahreswert von 18,3 Millionen Euro deutlich übertreffen soll.
Erfolgsabhängige Vergütungen prägen das Quartal
Der größte Sondereffekt kommt aus dem Vermögensmanagement. Erfolgsabhängige Vergütungen entstehen, wenn Anlagekonzepte eine positive Wertentwicklung erreichen. MLP beziffert ihren Erlöseffekt im dritten Quartal auf rund 21 Millionen Euro. Im Vorjahresquartal waren es 2,8 Millionen Euro. Nach Angaben des Unternehmens fließen diese Vergütungen zu einem hohen Anteil in das Ergebnis ein.
Hinzu kommen nach Einschätzung des Vorstands die positive Entwicklung im laufenden Jahr, das gewachsene betreute Vermögen und erwartete Effekte aus den jüngsten Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank. Diese Punkte sind Erwartungen des Unternehmens und noch keine abgeschlossenen Jahreszahlen.
Halbjahreszahlen liefern den Ausgangspunkt
Im ersten Halbjahr hatte MLP ein EBIT von 60,4 Millionen Euro erzielt, nach 42,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die Gesamterlöse stiegen von 529,1 auf 583,4 Millionen Euro. Das betreute Vermögen lag Ende Juni bei 68,8 Milliarden Euro; Ende 2025 waren es 65,9 Milliarden Euro.
Ob der höhere Jahreskorridor erreicht wird, lässt sich erst mit den weiteren Abschlüssen beurteilen. Die endgültigen Zahlen für das dritte Quartal und die ersten neun Monate will MLP am 12. November 2026 vorlegen. Bis dahin bleibt die heute veröffentlichte Prognose eine Erwartung des Vorstands.





