SPD-Fraktionschef kritisiert Entlastungen für Topverdiener.

Miersch attackiert Unions-Steuervorschlag: „Luftbuchungen“

Finanzamt (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

SPD-Fraktionschef Matthias Miersch hat den jüngsten Vorstoß der Union für eine Steuerreform scharf kritisiert. Er warf der Union "Luftbuchungen" bei der Gegenfinanzierung vor und bemängelte, die geplanten Entlastungen kämen vor allem Gutverdienenden zugute. "Das Konzept sieht vor allem Steuersenkungen für die Topverdiener vor", sagte Miersch der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

SPD-Fraktionschef Miersch widerspricht Union

Die geplante Entlastung von einem Drittel der Steuerzahler soll laut Miersch vor allem den oberen fünf Prozent zugutekommen. „Da bin ich sehr skeptisch“, äußerte der SPD-Politiker.

Einsparungen als „unseriös“ bezeichnet

Besonders die vorgeschlagene Gegenfinanzierung durch Einsparungen in CDU-geführten Ministerien bezeichnete Miersch als „unseriös“. Mehrere Ressorts seien laut Miersch nicht in der Lage, vereinbarte Einsparungen bei Personal und Verwaltung zu liefern. „Daher sind die jüngsten Unionsvorschläge für mich Luftbuchungen, mit denen man keine seriöse Politik machen kann“, so Miersch.

Wichtige Thema: Höhere Einkommen besser beteiligen

Die aktuellen Krisen würden vor allem untere und mittlere Einkommensgruppen stark belasten. „Um sie zu entlasten, müssen die höchsten Einkommen mehr beitragen“, forderte Miersch. „Dafür gibt es Spielraum.“ Wie Vermögende gerechter am Gemeinwohl beteiligt werden könnten, werde ein zentrales Thema der geplanten Steuerreform sein.

Gesellschaftlicher Zusammenhalt im Fokus

Für Miersch ist die Einkommensgerechtigkeit eine Frage des gesellschaftlichen Zusammenhalts. „Die Schere zwischen der Mitte und den ganz Reichen geht immer weiter auseinander. Das zu ändern, ist für den Zusammenhalt im Land enorm wichtig“, sagte er. Auch die Union könne ihm zufolge kein Interesse daran haben, dass sich diese Kluft weiter vergrößert.

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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