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Verteidigung, Digitalisierung, Klima

Merkel räumt eigene Versäumnisse ein

Netzwerk-Patchpanel (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) kritische Bilanz zu ihrer Regierungszeit gezogen. Sie bezeichnete das Tempo der Verteidigungsausgaben, der Digitalpolitik und der Klimaschutzbemühungen als zu langsam und betonte ihre persönliche Enttäuschung über die Ergebnisse.

Verteidigungspolitik – zu wenig, zu spät

Merkel gestand ein, dass der Anstieg der Bundeswehr‑Finanzierung während ihrer Amtszeit zu schleppend verlief. Obwohl sie die Aussage ablehnt, dass die Truppe zu Beginn des russischen Angriffs „blank“ gewesen sei, erkenne sie rückblickend, dass die notwendigen Schritte nicht schnell genug umgesetzt wurden.

Digitalisierung – ein föderaler Stolperstein

Zur Digitalisierung äußerte die Ex‑Kanzlerin deutliche Unzufriedenheit. Sie berichtete, dass die ambitionierten Ziele an den föderalen Strukturen gescheitert seien, und wünschte dem jetzigen Digitalminister Karsten Wildberger Erfolg – obwohl die Umsetzung ihrer Vorhaben beim Rückblick zu langsam gewesen sei.

Klimapolitik – Vorsorgeprinzip vernachlässigt

Auch beim Klimaschutz habe Merkel Defizite gesehen. Sie könne nicht behaupten, das gesetzte Vorsorgeprinzip erfüllt zu haben, da die Maßnahmen nicht ausgereicht hätten, um die notwendigen Klimaziele zu erreichen.

Keine neuen Ämter, keine Vermittlungsrolle

Auf die Frage nach einem möglichen Rückzug in ein neues Amt oder einer Vermittlerrolle im Ukraine‑Krieg verneinte Merkel entschieden. Sie verwies auf die zeitlich begrenzte politische Macht und betonte, dass Verhandlungen mit Präsident Putin nur von legitimierten Akteuren geführt werden könnten.

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Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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