Sorge vor Kerosin-Knappheit
Der Lufthansa-Konzern befürchtet bei einer Fortdauer des Krieges im Nahen Osten kritische Engpässe bei der Versorgung mit Flugkraftstoff. Schon jetzt gibt es an einigen asiatischen Flughäfen Schwierigkeiten, Kerosin zu beschaffen. Das sagte Grazia Vittadini, Vorständin für Technik, IT und Innovation bei der Lufthansa, der „Welt am Sonntag“.
Blockade gefährdet Nachschub
Die Lage ist besonders besorgniserregend, da die Straße von Hormus seit Beginn des Konflikts nicht mehr sicher passierbar ist. Eine anhaltende Blockade dieser strategisch wichtigen Wasserstraße verschärft die Versorgungssicherheit mit Kerosin zusehends. Die Konsequenzen sind bereits spürbar: Lieferengpässe führen zu einem drastischen Anstieg der Preise für Flugbenzin, die sich teilweise mehr als verdoppelt haben.
Airlines nur teilweise abgesichert
Für die Airlines der Lufthansa-Gruppe sind die Folgen der steigenden Kosten zwar durch Absicherungsgeschäfte abgefedert. Die Passenger-Airlines sind zu 80 Prozent des Treibstoffbedarfs für das laufende Jahr abgesichert. Dennoch sind auch sie von den verteuerten Preisen betroffen. Die Situation bleibt angespannt, da die Unsicherheit über die weitere Entwicklung im Konflikt anhält.

