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Größte Investition der Firmengeschichte

König & Meyer baut in Wertheim neues Werk für 75 Beschäftigte

König & Meyer erweitert seine Produktion in Wertheim. Am Reinhardshof entstehen eine 3.400 Quadratmeter große Halle und ein neues Verwaltungsgebäude; rund 75 Beschäftigte sollen 2027 an den neuen Standort wechseln.

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Unternehmensgebäude von König & Meyer in Wertheim
Archivbild: Unternehmensgebäude von König & Meyer in Wertheim
Foto: König & Meyer

Der Neubau soll zwei Engpässe zugleich lösen. Die Kunststofffertigung im bisherigen Werk I in Bestenheid braucht nach Unternehmensangaben mehr Platz für größere Produkte, zusätzliche Maschinen und eine breitere Produktpalette. Zugleich zieht die Dreherei aus Werk II an den Reinhardshof. Dort frei werdende Flächen will König & Meyer nutzen, um die Abläufe wirtschaftlicher zu organisieren.

Das Vorhaben ist nach Darstellung des Unternehmens die größte Investition seiner Geschichte. Wie viel Geld König & Meyer tatsächlich investiert, bleibt allerdings offen. Auch Angaben zu Fördermitteln, Produktionskapazitäten oder neu entstehenden Arbeitsplätzen enthält die Mitteilung nicht. Die genannten 75 Beschäftigten gehören bereits zum bestehenden Team und sollen künftig am neuen Standort arbeiten.

4.900 Quadratmeter für Produktion und Verwaltung

Das Projekt umfasst eine rund 3.400 Quadratmeter große Produktionshalle. Hinzu kommt ein zweigeschossiges Verwaltungsgebäude mit etwa 1.500 Quadratmetern Fläche. Dort sind neben Büros auch Räume für Produktpräsentationen und Veranstaltungen vorgesehen.

Der symbolische Spatenstich fand am 13. Oktober statt. Er war nicht der eigentliche Baubeginn: Erste Gebäudeteile stehen bereits, die Arbeiten laufen. Fertig werden soll der neue Standort bis Ende 2027. Umzug und Inbetriebnahme plant das Unternehmen schrittweise für das dritte und vierte Quartal 2027.

Für Wertheim ist es nicht die erste größere Erweiterung von König & Meyer am Reinhardshof. Der Main-Tauber-Kreis berichtete bereits 2022 über ein dortiges Logistikzentrum mit mehr als 10.000 Quadratmetern Fläche. Der neue Produktionsbau ergänzt damit eine vorhandene Standortstruktur, statt einen vollständig neuen Unternehmensstandort zu schaffen.

Der Neubau bündelt zwei Fertigungsbereiche

Wirtschaftlich relevant ist vor allem die Zusammenführung von Kunststofffertigung und Dreherei. Kürzere interne Wege und zusätzliche Maschinenflächen können die Produktion effizienter machen. Ob und in welchem Umfang sich dadurch Ausstoß, Kosten oder Lieferzeiten verändern, beziffert König & Meyer nicht.

Das Unternehmen stellt den Neubau als Bekenntnis zum Produktionsstandort Wertheim dar. Diese Aussage ist nachvollziehbar, weil Fertigungsbereiche und bestehende Arbeitsplätze innerhalb der Stadt neu geordnet werden. Eine Garantie für zusätzliche Beschäftigung ist damit jedoch nicht verbunden. Neue Stellen kündigt König & Meyer in der Projektmitteilung nicht an.

Bis Ende 2027 bleiben drei Fragen offen

Für die weitere Einordnung sind vor allem der Investitionsbetrag, mögliche öffentliche Fördermittel und die tatsächliche Beschäftigungsentwicklung entscheidend. Diese Angaben fehlen bislang. Ebenso offen ist, welche zusätzlichen Produktionskapazitäten nach der Inbetriebnahme zur Verfügung stehen werden.

Der nächste überprüfbare Schritt ist deshalb der Baufortschritt bis zur geplanten Fertigstellung. Danach wird sich zeigen, ob der Umzug wie angekündigt im zweiten Halbjahr 2027 gelingt und ob aus dem zusätzlichen Platz neben effizienteren Abläufen auch messbares Wachstum oder neue Arbeitsplätze entstehen.

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