Der Vorfall begann nach einem Barbesuch
Nach dem bisherigen Ermittlungsstand hielt sich der 29-Jährige in der Nacht auf Dienstag zunächst in einer Bar in der Karlstraße auf. Gegen 2.30 Uhr verließ er das Lokal in Richtung Europaplatz. In der Herrenstraße, auf Höhe des Bundesgerichtshofs, soll ihn ein unbekannter Mann körperlich bedrängt haben.
Der Angreifer habe den 29-Jährigen mit einem scharfen Gegenstand bedroht und die Herausgabe seiner Geldbörse verlangt. Danach sei er mit der Beute in unbekannte Richtung geflüchtet. Der Geschädigte verständigte die Polizei. Nach deren Angaben wurde er bei dem Vorfall nicht verletzt.
Ob es sich bei dem Gegenstand um ein Messer oder eine andere Waffe handelte, ist bislang nicht geklärt. Auch zur Höhe des erbeuteten Geldes und zur genauen Fluchtrichtung machte die Polizei keine Angaben. Die Ermittlungen werden deshalb ausdrücklich als offen und der Tatverdacht als vorläufig behandelt.
So beschreibt die Polizei den Unbekannten
Der gesuchte Mann soll zwischen 25 und 35 Jahre alt und ungefähr 1,70 Meter groß sein. Zeugen beschrieben ihn als schlank und hellhäutig. Zur Tatzeit habe er ein weißes T-Shirt getragen. Außerdem soll er kurze schwarze Haare und einen kurzen schwarzen Bart gehabt haben.
Die Beschreibung beruht auf dem aktuellen Stand der Ermittlungen. Sie ist kein Identitätsnachweis und darf nicht dazu führen, unbeteiligte Personen eigenmächtig zu verdächtigen oder anzusprechen. Hinweise sollten ausschließlich an die Polizei gehen.
Was Zeugen jetzt beitragen können
Für die Kriminalpolizei können Beobachtungen aus der Herrenstraße, der Karlstraße und dem Umfeld des Europaplatzes wichtig sein. Das gilt besonders für Personen, die in der Nacht auf Dienstag gegen 2.30 Uhr eine Auseinandersetzung oder einen flüchtenden Mann wahrgenommen haben. Auch Angaben zur Kleidung, Fluchtrichtung oder zu einem möglichen Fahrzeug können die Ermittlungen unterstützen.
Die Polizeiliche Kriminalprävention empfiehlt bei beobachteten Gewalttaten, zu helfen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen: den Notruf 110 wählen, weitere Personen um Unterstützung bitten, Tätermerkmale einprägen und sich anschließend als Zeuge zur Verfügung stellen. Eine direkte Konfrontation mit einem möglicherweise bewaffneten Täter soll vermieden werden.
Nach einem Raub zählen schnelle Meldung und Spuren
Betroffenen rät die Polizei, einen Raub möglichst schnell anzuzeigen und Beobachtungen zu Aussehen, Bekleidung, Bewaffnung und Fluchtweg festzuhalten. Bei unmittelbarem Körperkontakt können auch Kleidung oder andere Gegenstände Spuren tragen. Sie sollten bis zur Rücksprache mit der Polizei nicht gereinigt oder entsorgt werden.
Wer Hinweise zum Karlsruher Vorfall geben kann, erreicht die Kriminalpolizei unter 0721 666 5555. Bei einer akuten Bedrohung gilt der Notruf 110.





