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300.000 Euro für die Initialphase

Karlsruhe baut Drohnenzentrum auf – zunächst fließen 300.000 Euro

Karlsruhe soll ein neues Zentrum für Drohnen und Drohnenabwehr bekommen. Das Land finanziert zunächst mit rund 300.000 Euro die Initialphase bis Ende 2026 – konkrete Entwicklungsprojekte und der dauerhafte Betrieb folgen erst später.

Drohnen-Demonstration in der Karlsruher Forschungsfabrik
Archivbild: Drohnendemonstration beim Luftfahrt-Tag 2026 in der Karlsruher Forschungsfabrik.
Foto: Fraunhofer ICT

Mit dem Innovations- und Transferzentrum für Drohnen und Drohnenabwehr, kurz IZEDD, soll in Karlsruhe eine neue Schnittstelle zwischen Forschung, Industrie, Behörden und Anwendern entstehen. Beteiligt sind zwei Fraunhofer-Institute und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Die jetzt bewilligten rund 300.000 Euro finanzieren allerdings noch nicht den dauerhaften Betrieb, sondern eine bis Jahresende laufende Aufbauphase.

Bis Jahresende entsteht erst der organisatorische Bauplan

In den kommenden Monaten sollen die Partner festlegen, wie gemeinsame Projekte entschieden, vergeben und in die Anwendung überführt werden. Außerdem erstellen sie eine Übersicht vorhandener Technologien und Kompetenzen. Sie reicht nach Angaben der Institute von Flugplattformen, Antrieben und Energieversorgung über Sensorik, Software und Kommunikation bis zu Erkennung und Abwehr von Drohnen.

Das Wirtschaftsministerium nennt zusätzlich modulare Baukästen, Produktions- und Lieferkettenkonzepte sowie den Aufbau eines Industrie- und Anwendernetzwerks. Erste Anwendungsfälle sollen ebenfalls identifiziert werden. Welche Unternehmen sich beteiligen, wie hoch spätere Investitionen ausfallen und wie viele Arbeitsplätze entstehen könnten, ist bislang nicht beziffert. Aussagen zu Wertschöpfung und Beschäftigung sind deshalb vorerst Ziele des Projekts, keine bereits messbaren Ergebnisse.

Drei Institute übernehmen unterschiedliche Aufgaben

Das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB in Karlsruhe entwickelt die Organisations- und Transferprozesse. Es bringt unter anderem Kenntnisse in Sensorik, Bildauswertung, künstlicher Intelligenz, Simulation sowie der Erkennung und Abwehr von Drohnen ein.

Das wbk Institut für Produktionstechnik des KIT koordiniert die Technologie- und Kompetenzübersicht. Dabei geht es auch um die Frage, wie sich Lösungen industrialisieren und in größerer Stückzahl herstellen lassen. Das Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie ICT in Pfinztal soll das Partnernetzwerk aufbauen und steuert Erfahrungen bei Materialien, Leichtbau, Energie- und Antriebssystemen sowie Fertigungsverfahren bei.

Ein erster Workshop mit Forschung, Industrie und öffentlicher Hand ist für den 8. Oktober angesetzt. Am 12. Oktober soll sich das IZEDD bei der Eröffnung des Innovationscampus Sicherheit und Verteidigung Baden-Württemberg in Stuttgart präsentieren. Interessierte Unternehmen, Technologieanbieter und Forschungspartner können sich nach Angaben der Institute bereits direkt an das Netzwerk wenden.

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