Kandidaten im Kreuzverhör
Die Jugendorganisation der FDP, die „Jungen Liberalen“ (JuLis), will die Bewerber für den Parteivorsitz genau prüfen. Zu diesem Zweck sollen sie zu einem „Hearing“ auf dem Bundeskongress vom 8. bis 10. Mai in Bingen eingeladen werden, wie JuLi-Chef Finn Flebbe der dts Nachrichtenagentur sagte.
Auch potenzielle Generalsekretäre sollen sich den Mitgliedern vorstellen. „Unsere Mitglieder sollen die Gelegenheit bekommen, die Bewerber direkt zu erleben, kritisch zu befragen und sich ein eigenes Bild zu machen“, erklärte Flebbe.
Flebbe für fairen Wettbewerb
Der JuLi-Chef begrüßte ausdrücklich, dass die FDP in ihrer aktuellen Situation echten Wettbewerb zulasse. Eine Partei, die sich Freiheit und Leistung auf die Fahnen schreibe, müsse auch unterschiedliche Köpfe und Konzepte zulassen und sichtbar machen können.
Eine eigene Kandidatur für den FDP-Parteivorsitz schloss Flebbe für sich aus. Er werde jedoch auf dem Parteitag Ende Mai erneut für den Bundesvorstand kandidieren. „Für einen Vorsitzsposten ist mein Anspruch klar: Mein Platz ist an der Spitze der Jungen Liberalen.“
Andeutungen Richtung Höne
Im Rennen um den FDP-Vorsitz kämpfen bislang Wolfgang Kubicki und Henning Höne. Flebbe positionierte sich nicht eindeutig, deutete aber an, dass ein „echter Neuanfang der FDP nur gelingen wird, wenn auch junge, neue Gesichter in Verantwortung kommen und diesen Aufbruch glaubwürdig verkörpern“. Sowohl er als auch die Jungen Liberalen stünden dafür bereit.
