Deindustralisierung?

Industrie schlägt Alarm! Auftragseingänge brechen im Januar um 7 Prozent ein!

Industrieingenieure mit Schutzhelmen arbeiten in einer Schwerindustrie-Produktionsfabrik. Industriearbeiter in einer Fabrikhalle. Ein Mann bei der Arbeit in einer Industriefabrik. Sicherheitskonzept: Sicherheit steht an erster Stelle.
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Die Wirtschaft steckt im Januar tief in den roten Zahlen! Der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe ist laut aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes dramatisch um 7 Prozent eingebrochen – der stärkste Rückgang seit Monaten.

Besonders der Maschinenbau ist betroffen: Hier sind die Neuaufträge sogar um alarmierende 10,7 Prozent gesunken. Experten sprechen von einer bedenklichen Entwicklung, die die gesamte deutsche Industrie vor große Herausforderungen stellt.

Maschinenbau in Schwierigkeiten – droht jetzt eine Krise?

Die Zahlen sind ernüchternd: Der Maschinenbau verzeichnete einen Rückgang von 10,7 Prozent gegenüber dem Vormonat. Hauptgrund sind fehlende Großaufträge, die noch im Dezember für einen kurzfristigen Boom gesorgt hatten. Ähnlich dramatisch sieht es im sonstigen Fahrzeugbau (Flugzeuge, Schiffe, Züge) aus – hier brachen die Bestellungen sogar um 17,6 Prozent ein.

Diese Branchen gelten als Schlüsselindustrien. Sinkende Aufträge hier könnten schon bald zu Produktionskürzungen und Kurzarbeit führen, befürchten Ökonomen.

Elektronikindustrie sendet gemischte Signale

Auch in der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten und optischen Erzeugnissen sank die Nachfrage im Januar deutlich (minus 12,9 Prozent). Doch es gibt auch Lichtblicke: Elektronische Ausrüstungen – etwa Komponenten für erneuerbare Energien oder Elektromobilität – verzeichneten ein Plus von 4,8 Prozent.

  • Vorleistungsgüter: Rückgang um 1,4 %
  • Investitionsgüter: Minus 11,0 %
  • Konsumgüter: Minus 2,0 %

Experten betonen jedoch, dass sich die Lage insgesamt verschlechtert hat und raten, den Trend aufmerksam zu beobachten.

Heimische Nachfrage bricht massiv ein

Besonders kritisch: Der heimische Markt brach im Januar mit einem Minus von 13,2 Prozent besonders stark ein. Das Auslandsgeschäft fiel mit 2,3 Prozent Rückgang etwas moderater aus. Sowohl aus der Eurozone als auch aus Drittländern blieben die Bestellungen geringer als im Vormonat.

Die schwache Binnennachfrage gilt als Warnsignal: Unternehmen und Verbraucher scheinen derzeit vorsichtiger zu investieren – ein Indiz für unsichere Wirtschaftsaussichten.

Umsätze stabil – doch kein Grund zur Entwarnung

Immerhin konnte der Umsatz im Januar minimal um 0,4 Prozent zum Vormonat gesteigert werden. Doch im Vergleich zum Vorjahr bleibt die Bilanz negativ (-0,9 Prozent). Der überraschende Anstieg im Dezember wurde durch eine verspätete Großbestellung im Schiffbau verursacht – ein Einmaleffekt, der nun verpufft ist.