Geforderte Umsetzung droht zu kippen
Benner äußerte sich am Donnerstag gegenüber den Funke‑Zeitungen und beklagte, dass nach drei Jahren Frist keine Bundesregierung es geschafft habe, die Richtlinie zur Entgelttransparenz zu verankern. „Entgeltgleichheit ist ein Grundrecht, kein Nice‑to‑have“, betonte sie.
Behörden sehen Schwierigkeiten
Das Bildungsministerium hatte bereits angekündigt, die gesetzliche Frist am 7. Juni nicht einhalten zu können. Gründe dafür seien teilweise technischer Natur, teilweise das Fehlen breiter politischer Einigkeit.
CDU‑Arbeitnehmerflügel mahnt zur Bedachtsamkeit
Dennis Radtke, Vorsitzender des CDU‑Arbeitnehmerflügels, bezeichnete die Verzögerung als „verschmerzbar“ und forderte „Qualität statt Geschwindigkeit“. Er wies auf die Notwendigkeit einer bürokratiearmen Umsetzung hin und sprach von einer „Angemessenheitsvermutung“ für Tarifverträge.
Tarifbindung als mögliche Entlastung
Benner zeigte sich offen für Erleichterungen bei tarifgebundenen Unternehmen und sah darin eine Chance, die Tarifbindung zu stärken. Gleichzeitig kritisierte sie, dass ohne klare gesetzliche Vorgaben die Gleichstellung auf der Strecke bleibt.


