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Frist verpasst – Gleichstellung in Gefahr

IG Metall kritisiert Bundesregierung wegen verspäteter Entgelttransparenz

IG Metall kritisiert Bundesregierung wegen verspäteter Entgelttransparenz

Christiane Benner (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Die Vorsitzende der IG Metall, Christiane Benner, wirft der Bundesregierung politisches Versagen vor, weil die EU‑Richtlinie zur Entgelttransparenz bis zum 7. Juni nicht in nationales Recht umgesetzt wurde. Das Versäumnis gefährdet das Ziel gleicher Bezahlung von Frauen und Männer.

Geforderte Umsetzung droht zu kippen

Benner äußerte sich am Donnerstag gegenüber den Funke‑Zeitungen und beklagte, dass nach drei Jahren Frist keine Bundesregierung es geschafft habe, die Richtlinie zur Entgelttransparenz zu verankern. „Entgeltgleichheit ist ein Grundrecht, kein Nice‑to‑have“, betonte sie.

Behörden sehen Schwierigkeiten

Das Bildungsministerium hatte bereits angekündigt, die gesetzliche Frist am 7. Juni nicht einhalten zu können. Gründe dafür seien teilweise technischer Natur, teilweise das Fehlen breiter politischer Einigkeit.

CDU‑Arbeitnehmerflügel mahnt zur Bedachtsamkeit

Dennis Radtke, Vorsitzender des CDU‑Arbeitnehmerflügels, bezeichnete die Verzögerung als „verschmerzbar“ und forderte „Qualität statt Geschwindigkeit“. Er wies auf die Notwendigkeit einer bürokratiearmen Umsetzung hin und sprach von einer „Angemessenheitsvermutung“ für Tarifverträge.

Tarifbindung als mögliche Entlastung

Benner zeigte sich offen für Erleichterungen bei tarifgebundenen Unternehmen und sah darin eine Chance, die Tarifbindung zu stärken. Gleichzeitig kritisierte sie, dass ohne klare gesetzliche Vorgaben die Gleichstellung auf der Strecke bleibt.

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Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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