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Gute Nachrichten für deutsche Wälder

Holzeinschlag zieht kräftig an – Schadholz fast halbiert

Holzeinschlag zieht kräftig an – Schadholz fast halbiert

Holzstämme werden im Wald aufgestapelt – Archivbild. (Foto: dts/Symbolbild)

Nach Jahren mit extrem hohen Schadholzaufkommen zeichnet sich eine Trendwende ab: Der Holzeinschlag in deutschen Wäldern ist im Jahr 2025 deutlich zurückgegangen. Grund dafür ist vor allem das stark reduzierte Aufkommen an geschädigtem Holz – ein Erfolg, der auf die Waldschäden der Vorjahre und die daraus resultierenden Rodungen zurückzuführen ist. Destatis liefert die Zahlen.

Deutlicher Rückgang

In den deutschen Wäldern wurden 2025 insgesamt 57,3 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen. Das sind 6,4 Prozent weniger als im Vorjahr, als noch 61,2 Millionen Kubikmeter anfielen. Das Statistische Bundesamt (Destatis) meldete am Mittwoch diese Entwicklung.

Schadholz fast halbiert

Der Hauptgrund für den Rückgang liegt im dramatisch gesunkenen Schadholzeinschlag. Mit 12,7 Millionen Kubikmetern wurden 53,7 Prozent weniger geschädigte Bäume gefällt als 2024 (27,3 Millionen Kubikmeter). Nach einem Rekordjahr 2020, in dem über 60 Millionen Kubikmeter Schadholz anfielen, ist dies nun der fünfte Rückgang in Folge. Der Anteil des Schadholzes am Gesamteinschlag sank dadurch auf 22,1 Prozent.

Weniger Insektenschäden

Insbesondere die Insektenschäden, die in den vergangenen Jahren die Wälder stark belasteten, scheinen nachzulassen. 2025 wurden nur noch 7,9 Millionen Kubikmeter Holz aufgrund von Insektenbefall eingeschlagen. Das ist ein Rückgang um 53,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Rekordjahr 2020 lag die Zahl noch bei über 43 Millionen Kubikmetern.

Andere Ursachen ebenfalls gesunken

Auch Trockenheit und Stürme trugen 2025 weniger zum Schadholzeinschlag bei. Die durch Trockenheit bedingte Menge sank von 2,5 Millionen auf 1,8 Millionen Kubikmeter. Stürme und Wind führten zu einem Einschlag von 1,2 Millionen Kubikmetern statt 3,5 Millionen im Vorjahr.

Fichte bleibt Spitzenreiter

Die Holzartengruppe „Fichte, Tanne, Douglasie und sonstiges Nadelholz“ machte mit 32,4 Millionen Kubikmetern weiterhin den größten Anteil aus, verzeichnete aber ebenfalls einen Rückgang von 14,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Fichtenholz ist trotz allem die am häufigsten verfügbare Holzart. Gefolgt von Kiefern und Lärchen (13,2 Millionen Kubikmeter) sowie Buchenholz (9,9 Millionen Kubikmeter).

Erholung im Wald

Der deutlich geringere Holzeinschlag, insbesondere bei Fichtenholz, deutet darauf hin, dass viele geschwächte Bäume bereits in den Vorjahren gefällt und aus den Wäldern entfernt wurden. Bestände von Fichten sind besonders anfällig für Schädlinge, wenn sie durch Trockenheit oder andere Faktoren geschwächt sind.

Das Holz findet Verwendung

Der Großteil des eingeschlagenen Holzes, 32 Millionen Kubikmeter (55,9 Prozent), wurde als Stammholz für die Säge- und Furnierindustrie genutzt. Etwa 11,8 Millionen Kubikmeter kamen als Industrieholz zum Einsatz, und 10,7 Millionen Kubikmeter dienten zur Energiegewinnung.

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Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

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