Ueber uns Werbung Kontakt Newsletter 18 C Stuttgart

Völkerrecht in Gefahr

Heusgen kritisiert Merz‘ Nahost‑Politik

Heusgen kritisiert Merz‘ Nahost‑Politik

Christoph Heusgen (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

Der frühere UNO‑Botschafter Christoph Heusgen wirft Kanzlerkandidat Friedrich Merz und die Bundesregierung eine „Relativierung des Völkerrechts“ vor. Der Vorwurf sei zentraler Grund für das gescheiterte deutsche Amt im UN‑Sicherheitsrat, erklärte Heusgen dem Spiegel.

Völkerrechtliche Prinzipien vernachlässigt?

Heusgen, ehemals außen- und sicherheitspolitischer Berater von Angela Merkel, sieht den Verlust von Stimmen im Sicherheitsratswahlkampf als Folge uneinheitlicher Rechtsmaßstäbe. „Die Relativierung des Völkerrechts hat uns Glaubwürdigkeit und Stimmen gekostet“, sagte er.

Israel‑Politik als Prüfstein

Als Beispiel nannte er die Nahost‑Position von Merz. „Sicherheit Israels darf nicht bedeuten, völkerrechtliche Verstöße zu decken“, betonte Heusgen. Er fordert, dass Deutschland Israel stärker an das Völkerrecht erinnert – ein Aufruf, der die historische Verantwortung betonen solle.

Grundgesetz als Kompass

Artikel 25 des Grundgesetzes verankere, dass „die allgemeinen Regeln des Völkerrechts Bestandteil des Bundesrechts“ seien. Heusgen plädiert dafür, dass die Bundesregierung bei allen außenpolitischen Entscheidungen, ob USA, Israel oder andere, konsequent nach diesem Standard prüfe.

Europa statt Alleingänge

Im Kontext von US‑Präsident Trumps Politik empfehle Heusgen, abgestimmt mit europäischen Partnern zu handeln. Der Streit um Grönland zwischen USA und Dänemark habe gezeigt, dass ein geschlossenes Europa ein wirksamer Machtfaktor sei.

Die wichtigsten Baden-Württemberg-News zuerst

Bleiben Sie bei Nachrichten, Wetter, Verkehr, Verbraucherthemen und Freizeittipps aus Baden-Württemberg immer auf dem Laufenden. Legen Sie InsideBW als bevorzugte Quelle bei Google fest und sehen Sie unsere Inhalte künftig häufiger in den Google-Nachrichten.

Jetzt InsideBW.de bei Google bevorzugen

Quelle
  • (Mit Material der dts Nachrichtenagentur erstellt) Redaktionelle Bearbeitung: insideBW-Redaktion.

Methodik-Hinweis:
insideBW prüft Informationen nach redaktionellen Standards. Wie wir arbeiten? Mehr dazu: Quellen & Methodik .