Plus 43 Prozent über Vorkrisenniveau

Heizkosten immer noch deutlich teurer

Heizkosten immer noch deutlich teurer
Foto: Flaschen mit Heizöl im Baumarkt, Archivbild

Vier Jahre nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine zahlen deutsche Haushalte weiterhin signifikant mehr für Energie. Laut einer Analyse des Vergleichsportals Verivox liegen die jährlichen Ausgaben für Heizung, Strom und Kraftstoff bei einem Musterhaushalt um rund 21 Prozent höher als im Vorkriegsjahr 2021. Besonders stark sind die Heizkosten gestiegen.

Heizöl und Gas belasten Sparschweine

Nach wie vor müssen Verbraucher tief in die Tasche greifen, wenn es ums Heizen geht. Heizöl ist im Vergleich zur Zeit vor der Krise rund 29 Prozent teurer geworden. Wer mit Gas heizt, zahlt sogar etwa 50 Prozent mehr. Insgesamt sind die durchschnittlichen Heizkosten damit um 43 Prozent gestiegen.

Auch Spritpreise nicht auf altem Niveau

An der Zapfsäule macht sich die Verteuerung ebenfalls bemerkbar. Benzin ist rund 15 Prozent teurer, Diesel sogar 24 Prozent. Autofahrer zahlen im Schnitt etwa 17 Prozent mehr für Kraftstoff als noch 2021.

Strompreise zeigen Stabilität

Anders sieht die Situation bei Strom aus. Hier die Preise weitgehend stabil geblieben. Wer im günstigsten Tarif versorgt wird, zahlt sogar rund 13 Prozent weniger als vor der Energiekrise. Ein milliardenschwerer Zuschuss des Bundes zu den Netzentgelten und gesunkene Großhandelspreise haben hier für Entlastung gesorgt, so Energieexperte Thorsten Storck von Verivox.

Eine Rückkehr auf das Vorkriegsniveau bei Gas und Kraftstoffen ist hingegen laut Storck absehbar nicht in Sicht. Der deutlich gestiegene CO2-Preis verteuert fossile Energieträger spürbar.