Was die Unternehmen in Wiesloch-Walldorf entwickeln wollen
HEIDELBERG und die pfenning group haben eine Partnerschaft für integrierte Lösungen in der pharmazeutischen Verpackungsproduktion vereinbart. Geplant ist, Produktions-, Verpackungs- und Logistikschritte technisch und digital miteinander zu verbinden.
HEIDELBERG bringt dafür Drucktechnik, automatisierte Arbeitsabläufe und Qualitätskontrolle ein. Pfenning ergänzt das Vorhaben um Pharmaverpackung, Serialisierung, Sendungsverfolgung sowie Logistikprozesse nach den Branchenstandards GDP und GMP.
Rückverfolgbarkeit soll Teil desselben Datenflusses werden
Bei Arzneimitteln muss nachvollziehbar sein, welche Packung wann hergestellt, gekennzeichnet und weitergegeben wurde. Die Partner wollen deshalb Druck- und Verpackungssysteme mit Serialisierung und Logistik verknüpfen. Daten sollen nicht an den Übergängen zwischen den einzelnen Arbeitsschritten verloren gehen oder mehrfach erfasst werden müssen.
GDP steht für gute Vertriebspraxis, GMP für gute Herstellungspraxis. Beide Regelwerke betreffen kontrollierte, dokumentierte Abläufe. Die geplante technische Verbindung kann solche Nachweise erleichtern; wie die Lösung bei Kunden konkret aufgebaut wird, steht noch nicht fest.
HEIDELBERG erweitert sein Geschäft über den Druck hinaus
Der Druckmaschinenbauer ordnet die Kooperation in seine Strategie ein, komplette Verpackungsprozesse abzudecken. Dazu zählen neben Druck und Weiterverarbeitung auch Materialauswahl, digitale Integration und nachgelagerte Logistik. Ähnliche Partnerschaften hatte HEIDELBERG bereits mit Pack-Smart und Metsä Board angekündigt.
HEIDELBERG beschäftigt nach eigenen Angaben rund 9.500 Menschen und ist in etwa 170 Ländern vertreten. Die pfenning group nennt rund 7.000 Beschäftigte an 110 europäischen Standorten. Welche Investitionen die neue Kooperation auslöst, wann erste Lösungen eingesetzt werden und ob sich daraus Veränderungen für die Beschäftigung ergeben, teilten die Unternehmen nicht mit.




